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Fantasy

Fragen zum Thema, beantwortet von Stefanie Bense.

Stefanie Bense studierte Freie Malerei und Design, wechselte dann ins Bibliothekswesen und arbeitet nun in einer wirtschaftswissenschaftlichen Bibliothek in Hannover. Sie leitet seit 1993 eine VHS-Schreibwerkstatt und gibt Wochenendseminare bei verschiedenen Bildungseinrichtungen zu Sciencefiction und Fantasy, Erzähltechnik und Kreativstrategien. Sie liest und schreibt intensiv seit zehn Jahren, zunächst Mainstream-Prosa, jetzt überwiegend Fantasy. Ihren Erfolg markieren mehrere kleine Literaturpreise, Wettbewerbsplatzierungen und Veröffentlichungen in Anthologien. Sie arbeitet an ihrem ersten Fantasy-Roman.

Wie kann ich „Gut und Böse“ am besten handhaben? Darf ich in die Perspektive des Bösen wechseln? Und kann der Tod auch als „Guter“ dargestellt werden?

Ich bin gerade dabei, mein Fantasy-Buch zu schreiben. Anfangs hatte ich eine Story wie jede andere auch. Da die Guten, da die Bösen und ein Krieg dazwischen. Aber mir ist aufgefallen, dass dieser Part doch irgendwann nicht mehr so viel Neues bringen kann, außer man heißt Tolkien.

Und dann ist mir in den Sinn gekommen, wie es in Realität eigentlich ist. Kein Staat ist wirklich gut, alle führen Krieg und das auch mal mit nicht legalen Mitteln. Vielleicht kann man das ja in ein Buch übertragen? Sprich, die Guten handeln manchmal mehr als fragwürdig, und die Bösen fangen plötzlich an, die Welt zu retten.

Außerdem wollte ich das auch auf den Tod anwenden, der ja meist als das absolute Chaos und Ende beschrieben wird. Kann er denn auch zu den Guten gehören? In meinem Fall mit eingeschränkter Handlungsfreiheit, weil er ja nicht einfach seinem Kollegen (Leben) in die Arbeit pfuschen kann.

Frage 1: Kann ich das so machen, oder sollte ich lieber bei dem bleiben, was es bisher gibt? Mein Plan war, hin und wieder in den Perspektiven zu den „Bösen“ zu wechseln und dann einmal deren Sicht, Gefühle und Antrieb zu zeigen, also eben auch, dass selbst sie eigentlich ganz normal sind.

Frage 2: Soll ich das hin und wieder so einspielen oder bis zum Ende warten und das dann als große Überraschung enttarnen?

Frage 3: Wenn ich Tod als einen Guten darstelle, wie kann man das am besten machen? Da habe ich nämlich überhaupt keine Idee. Als Menschen? Oder als nicht sichtbare Macht? In Gestalt von Tieren? Ich weiß wirklich nicht, wie.

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Ist es schwierig für einen Jungautor, veröffentlicht zu werden?

Ich habe vor, einen eigenen Fantasy-Roman zu schreiben! Ich weiß, dass es nicht sehr viele Jugendautoren gibt, die so jung sind wie ich, und ich glaube, mein Schreibthema wird schon recht kompliziert sein. Es geht auch teilweise um einen Krieg, und ich habe vor, es in mehreren Bänden in die Länge zu ziehen. Ist das noch etwas zu schwierig für mich? Und gibt es auch Jugendautoren mit beliebten Romanen?

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Darf ein Buch auch mal schlecht ausgehen, oder fühlt der Leser sich dann hintergangen?

Ich schreibe nun schon, seit ich 10 Jahre alt bin, Geschichten. Natürlich waren diese anfangs nicht wirklich lesetauglich, aber ich habe seitdem immer mehr geübt und nun auch schon zwei, drei Manuskripte beendet. Sie an einen Verlag zu schicken habe ich mich aber noch nicht getraut. Nun zu meiner eigentlichen Frage: Kann ich ein Buch auch mal schlecht ausgehen lassen, d. h., der Bösewicht siegt über die Heldin und regiert weiterhin das Königreich, oder fühlt der Leser sich dann hintergangen?

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Was gehört genau zur Phantastik?

Bislang schrieb ich vor allem Phantastik – dachte ich – und veröffentlichte sogar ein paar Kurzgeschichten. Doch kürzlich meinte ein (gutmeinender?) Bekannter, mich belehren zu müssen, Phantastik gäbe es eigentlich nicht, der Ausdruck beruhe auf einem Übersetzungsfehler, Fantasy sei das richtige Wort. Neudeutsch, zugegeben, aber so sei das nun mal.

Meine Geschichten handeln von Menschen, die zunächst ein scheinbar normales Leben führen, in das aber Übersinnliches einbricht. Das kann eine Geistererscheinung sein, eine Zeitreise, ein Gestaltwandler oder Ähnliches. Die Handlung ist nicht in einer anderen Welt angesiedelt, die Figuren sind keine Orks / Dämonen / Aliens. Welchem Genre ordne ich diese Geschichten nun korrekt zu?

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Können Sie mir ein oder zwei Plattformen im Internet nennen, bei denen ich Kritiken für meine Schriften erhalten kann?

Ich wollte wissen, ob Sie mir ein oder zwei Plattformen im Internet nennen könnten, bei denen ich Kritiken für meine Schriften erhalten kann. Ich weiß, keine sehr orginelle Frage, aber das Thema ist immer das gleiche. Ich habe selbstverständlich schon selbst recherchiert, aber es scheint fast unmöglich, in all dem Fantasyramsch eine Gruppe zu finden, die sich ernsthaft und regelmäßig austauscht. Meist handelt es sich um Gruppen, die sich für kurze Zeit einem "Hype" (Vampire, Halbgötter etc.) anschließen, jedoch nie ein echtes Interesse daran haben, an sich zu arbeiten. Das letzte Forum, dem ich beigetreten bin, war nach zwei Wochen verwaist.

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Sind meine Chancen besser, wenn ich auf Englisch schreibe?

Ich möchte einen Fantasy-Roman schreiben, die Storyline steht fast komplett, aber ich frage mich, ob meine Chancen auf Veröffentlichung besser stehen, wenn ich auf Englisch schreibe – ich also mehr Länder zur Verfügung hätte, in denen ich nach einem Verlag suchen kann.
Das Problem: Englisch ist nicht meine Muttersprache. Ich kann problemlos englische Texte lesen und schreibe einigermaßen fehlerfrei. Aber es klingt merkwürdig (Satzbau), und die Vokabeln treffen es nicht ganz, wie mir eine Freundin aus Wales sagte. Ich gebe ihr Recht.
Was denken Sie – sollte ich besser auf Deutsch schreiben, aber sinken dann die Chancen? Oder auf Englisch und mir einen Korrektor suchen? Das könnte aber doch teuer werden, oder? Und ich hätte immer die alberne Befürchtung im Hinterkopf, er oder sie könnte Ideen von mir "klauen". [...]
Oder könnte ein englischer Verlag meinen Text akzeptieren, solange sie ihn inhaltlich originell finden? Ich stelle mir vor, der Lektor schlägt bei meinem Englisch die Hände über dem Kopf zusammen, weil es für ihn als Muttersprachler merkwürdig klingt.

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Wie finde ich das richtige Lektorat?

Ich bin gerade dabei einen Fantasy-Roman bei etlichen Verlagen anzubieten, nun ist es so, dass viele kleine Verlage von einem großen Label übernommen wurden, wie zum Beispiel bei Random House. Hier wird darum gebeten, das richtige Lektorat für das Genre anzuschreiben. Da nun aber mehrere Verlags-Lektorate für mein Genre zuständig zu sein scheinen, habe ich mich gefragt, ob es sinnvoll ist meine Manuskript an alle zu senden oder erst mal nur an einen. [Auf meine Nachfrage] bekam ich nur den Hinweis auf diese Internetseite. Nun frage ich mich natürlich, wie kann ich Bezug nehmen? Und schicke ich es an alle Verlage, die in der Verlagsgruppe in Frage kommen?

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Wie meistere ich Zeitsprünge in einem Roman?

Ein Problem, vor dem ich stehe, sind Zeitsprünge. Die Geschichte beginnt mit der Geburt meines Protagonisten und endet viele Jahre später. Nach 400 Seiten ist die Figur nun 10 Jahre alt. Die nächsten 4 bis 7 Jahre sind nicht wirklich wichtig für den Verlauf der Geschichte, eine kurze Zusammenfassung würde es tun. Auch später wird noch einmal ein solcher Sprung kommen. Nur weiß ich nicht, wie ich das am besten verpacke. Es ist wichtig, dass man erkennt, wie viel Zeit vergangen ist, da es sich um neue Lebensabschnitte handelt. Reicht ein kurzer Abschnitt à la: "Zehn Jahre waren vergangen. Zehn Jahre in denen sich nichts geändert hatte. Noch immer war er verschwunden, und mit jedem Jahr, ja mit jedem Tag, an dem sie behauptete, er wäre noch am Leben, hielten sie die Menschen ..."? Einfach nur schreiben "Kapitel 10 – 10 Jahre später", ist mir zu wenig. Aber 50 Seiten möchte ich an diese 10 Jahre auch nicht verschwenden. Was meinen Sie?

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