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Historischer Roman

Fragen zum Thema, beantwortet von Titus Müller.

Titus Müller, Jahrgang 1977, studiert Literatur, Mittelalterliche Geschichte und Publizistik in Berlin. 2002 erschien "Der Kalligraph des Bischofs" im Aufbau Taschenbuch Verlag, 2003 folgte "Die Priestertochter". Von 1998 bis 2001 war er Herausgeber der Autorenzeitschrift "Federwelt". Weitere Veröffentlichungen, zudem Fotos und Veranstaltungstermine unter www.titusmueller.de .

Kann ich die Biografie einer historischen Person für meinen Roman abwandeln?

Zurzeit schreibe ich an einem historischen Krimi, der während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) spielt, und habe eine Frage zur Verwendung von realen historischen Figuren: Bei der Recherche zur Entwicklung der/des Antagonisten bin ich auf die Person [...] gestoßen, seines Zeichens Edelmann und Freibeuter. Ich würde für den Antagonisten jedoch gerne nur den Namen sowie Teile der Biografie verwenden (da sie zu der von mir erdachten Entwicklung der Person passen), nicht jedoch seinen Werdegang als Freibeuter, zumal jener rund hundert Jahre vor der Zeit des Romans lebte. Ist dies legitim oder sollte ich besser den Namen abwandeln o. Ä.?

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Ist ein Roman im Umfang von 808 Normseiten am Markt überhaupt konkurrenzfähig?

Du hattest mir vor drei Jahren auf die Vorstellung meines Romanprojektes ein paar ehrliche Worte gesagt. Inzwischen ist das Projekt gediehen und zum Historischen Roman geworden. Meine Frage an den erfahrenen Schriftsteller: Ist ein Roman im Umfang von 808 Normseiten am Markt überhaupt konkurrenzfähig? Oder sollte ich besser einige der Anekdoten, die mein Protagonist auf seiner Wanderung außerhalb des thematischen Kerns „Hildesheim“ erlebt, vorsorglich herausschreiben? Ebenso liegt in der Charakterisierung weiterer Kinder des Paares Kürzungspotenzial.

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Könnten die Gäste bei einem mittelalterlichen Festessen Kettenhemden getragen haben?

In einer Geschichte, die in einer mittelalterlichen Welt spielt, wäre es wichtig, dass die handelnden Personen (Fürsten, König und Gefolge) bei einem Festessen in ihren Kettenhemden an der Tafel sitzen. Nun kommt mir diese Vorstellung doch sehr abstrus vor, bedenkt man, wie unbequem die Rüstungen gewesen sind.
Oder gab es damals Anlässe, zu denen hochstehende Personen aus repräsentativen Gründen derart schwer

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Wie vermittle ich dem Leser Sympathien für meinen Hauptcharakter?

Wie vermittle ich dem Leser Sympathien für meinen Hauptcharakter? Ich bin derzeit an einem Buch, das von einem römischen Soldaten handelt [...] Problem dabei: Meine Hauptperson ist in einer mehr oder weniger adligen Familie untergebracht. Wie zu dieser Zeit üblich, haben Adlige Sklaven, die für sie schuften. Der moderne Leser ist Sklaverei aber eher abgeneigt. Muss ich deshalb meiner Hauptperson ebenfalls eine Abneigung gegen Sklaven verschaffen? Wenn nein, wie schaffe ich es dann Sympathien für meine Figur zu erschaffen?

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Muss ich alles genau so beschreiben, wie die Historiker es belegen könen?

Ich schreibe gerade an einem Roman, der in der Zeit von 1157 bis zur Entlassung von Richard Löwenherz durch Heinrich VI, den Staufer, spielt. Muss ich genau alles so beschreiben, wie es die Historiker schon bewiesen haben, oder kann ich ein wenig meine Fantasie einfließen lassen? Es ist nämlich schwierig, über jeden und alles Bescheid zu wissen. Alleine bei der Anrede der verschiedenen Könige und Kaiser heißt es nachdenken. Vielleicht wissen Sie im Internet gute Seiten, die sich mit Etikette und Kleidung usw. im 12. Jahrhundert beschäfti- gen?

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The Tempest: Vorschau auf die aktuelle Ausgabe

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Ausgabe 19-04 (vom 20. April 2017)

Editorial
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Neues aus der Buchszene
Autorenwissen
    “Mein erstes Manuskript ist fertig -
    wie finde ich jetzt einen Verlag?”
    von Jordan T. A. Wegberg
Veranstaltungsbericht
    “Voneinander profitieren:
    Die Leipziger Autorenrunde auf der Buchmesse”
    von Maike Frie
Klappentexte - Klebefallen für Leser
    “Königin auf der Flucht”
    Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen