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  • The Tempest

    September Update (01.09.2010)

    "Die Zukunft des Buchhandels wird eine Kombination aus Online-Buchgeschäften und unabhängigen Buchhandlungen. Die Buchhandelsketten werden dichtmachen, weil ihr Geschäftsmodell nicht funktioniert." (Andrew Wylie, Literaturagent u. a. von Philip Roth und Salman Rusdie, welt.de)

    In einer Zeit, in der die Buchwelt sich vor allem über den Online-Buchmarkt und das E-Book den Kopf zerbricht, ist Andrew Wylie um den Traditionsbuchhandel nicht bange. Er ist sich sicher, dass langfristig Backlist, Autoren- und Leserpflege das Erfolgsrezept sind. Die stetig wachsenden Superbookstores, die nur neue Bücher intensiv bewerben und darüber den soliden Umsatz der Backlist vernachlässigen, werden seiner Prognose nach ohne Backlist-Werbung untergehen.Tja, dann hoffen wir mal, dass die Superbookstores vorher zur Vernunft kommen und bis dahin nicht all zu viele Verlage mit in den Abgrund reißen, denn es sind ja gerade die Verlage, die von der Akquise über das Lektorat bis hin zum Vertrieb viel Geld in die Herstellung eines Buches investieren und dafür sorgen, dass der Traditionsbuchhandel überhaupt etwas zu verkaufen hat.

    Doch jetzt zum neuen Online-Tempest, der wieder vollgepackt mit tollen Beiträgen und Tipps ist. So startet der Autor Frank Borsch in der Rubrik Autorenwissen seinen zweiteiligen Artikel "Immer was am Laufen". In Teil 1, "Schreibtischtiefen", enthüllt er uns, womit ein Autor die meiste Zeit verbringt, und dass Ratgeber sich merkwürdigerweise über genau jene Zeit ausschweigen, in der ein Autor nicht am Schreibtisch sitzt. In der Lektoratskolumne "Spannung, der Unterleib der Literatur" wartet eine weitere erhellende Analyse von Hans Peter Röntgen auf euch. Diesmal liegt der Schwerpunkt bei "Show, don't tell". Wir lernen aber auch, dass ein Autor sich auf gar keinen Fall vor den offenen Fragen eines Spannungsbogens drücken darf. Ursula Schmid-Spreer hat für uns den Sutton Verlag portraitiert. Und Honeyball Lektor erklärt uns, einfühlsam und erbarmungslos wie immer, was sich hinter Begriffen wie "Hurenkind" oder "Held" verbirgt. Und dazu gibt es wieder eine Menge Tipps, den Schreib-Kick und eine Antwort unserer Lyrikexpertin, die nicht nur Lyrikerinnen und Lyriker interessieren sollte.

    Wir wünschen euch einen wunderschönen September mit viel Vorfreude auf die Frankfurter Buchmesse! :-)

    rrb/trb

  • The Tempest

    August Update (01.08.2010)

    "Ich habe eine Grundidee und überlege mir dazu zwei Dinge: Wie ziehe ich die Leser/innen gleich auf den ersten Seiten ins Thema, und wie löse ich am Ende logisch auf. Erst wenn ich auf beide Fragen eine zufriedenstellende Antwort habe ... beginne ich mit dem Schreiben." (Arno Strobel, Schriftsteller, Interview Büchereule.de)

    Es ist immer gut zu wissen, wie und wo die Reise beginnen und wie und wo sie enden soll. Dazwischen gilt es jedoch noch ein paar hundert Seiten zu füllen, und das möglichst so, dass die Leserinnen und Leser ein Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollen. "Spannung" heißt das Zauberwort, doch diese Spannung kommt nicht von ungefähr, sondern erfordert, neben einer guten Portion Fantasie, auch ein gutes handwerkliches Können. Hans Peter Röntgen hat sich diesmal für seine erhellende Spannungsanalyse das Finale eines Krimis vorgenommen, und zwar im Hinblick auf den Dialog, die Dramaturgie und die Originalität.

    In der Rubrik Marketing-Ideen erkundet Jennifer Schreiner für uns die Werbemöglichkeiten im Internet, von Twitter über Podcast bis hin zu Facebook oder Second Life. Armin Steigenberger rezensierte für uns einen Lyrikführer, und unser Menschenfreund Honeyball Lektor nimmt weitere Begriffe aus der Buchbranche aufs Korn. Und natürlich gibt es unseren Schreib-Kick, den Lese-Tipp, neue Ausschreibungen und mehr.

    Wir wünschen euch einen schönen August. Schreibt schön! :-)

    rrb/trb

  • The Tempest

    Juli Update (03.07.2010)

    "Wir denken die Dinge in unseren Gesellschaften nicht mehr zu Ende. So entstehen Lawinen, alles wird schlimmer, bis ganze Systeme nicht mehr zu retten sind. Das amerikanische Gesundheitssystem zählt dazu. Die Finanzwelt zählt dazu. Der Buchmarkt zählt nicht dazu. Er ist noch zu retten." (James Patterson, Schriftsteller, DER SPIEGEL 25/2010)

    James Patterson ist der erfolgreichste Autor der Welt. Laut DER SPIEGEL verkaufte Patterson bisher mehr Bücher als Dan Brown, John Grisham und Stephen King zusammen. Dabei klingt seine Bücherformel ganz banal: Disziplin ist die Grundlage allen Erfolgs, Fleiß die erste Zutat seiner Bestsellerformel: Millionen Stunden Übung! Insgesamt 9 Zutaten umfasst Pattersons Formel, wobei er die Zukunft des Buchmarktes via E-Book bereits eingeplant hat. So hieße es für die Agenten und Verleger der Zukunft, sich wieder auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren, die Suche nach Autoren und natürlich das Lektorat ... Tja, wenn wir uns eines wünschen, dann doch, dass uns der Buchmarkt als Erwerbs- und Lebensgrundlage erhalten bleibt, unterstützt von professionellen Agenten und Verlegern.

    Und weiter geht es mit den diskreten Zutaten unseres aktuellen Online-Tempest. So bietet Pia Helfferich wertvolle Tipps für all diejenigen unter uns, die lieber mal das Geschirr auf Hochglanz bringen oder die Tageszeitung bügeln, als sich endlich einmal auf ihre vier Buchstaben zu setzen und zu schreiben. Hans Peter Röntgen offenbart uns anhand eines Lektorats, wie wir Schauplätzen eine lebendige und spannende Atmosphäre verleihen können, während Honeyball Lektor uns zur Stärkung unserer Moral einen weiteren Blick in sein ganz persönliches Wörterbuch werfen lässt. Ursula Schmid-Spreer stellt uns den Verlag Christian Lauber vor. Und natürlich haben wir auch diesmal Lesetipps, den Schreib-Kick und viele neue Ausschreibungen für euch. Und immer an Pattersons Zutat Nummer 1 denken: Die erste aller Zutaten ist Fleiß! :-)

    Euch allen einen nicht zu hitzigen, dafür aber umso kreativeren und produktiveren Juli!

    rrb/trb

 

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