Hall of Fame
Schreib-Kick
Lese-Tipp
Echo-Service
Autorenwissen
"Abenteuer Co-Autorenschaft"
von Friedrich Wachefeld-Kämpff
Schreibkurs
"Beliebte Fehlerquellen beim Schreiben"
von Carmen Stecher
Buchbesprechung
"Vom Lesen und Schreiben"
besprochen von Gabi Neumayer
Software-Besprechung
"Story Project"
besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Rebecca Michéle
Erfahrungsbericht
"Ein Tempest-Buch"
von Sylvia Görnert-Stuckmann
Hilkes kleines Horrorleben
von Hilke Rosenboom
Frag den Experten für Verlagswesen
(Björn Jagnow)
Frag die Expertin für Fantasy
(Stefanie Bense)
Frag den Experten für Kinderbuch
(Michael Borlik)
EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,
ich sag es zwar jedes Mal, aber in dieser Ausgabe ist der Tempest
wirklich ganz besonders voll an vielfältigen Artikeln. Deshalb gleich
zum Überblick:
Friedrich Wachefeld-Kämpff - das kann doch nur ein Pseudonym sein, o-
der? Wie auch immer: Er berichtet über seine Erfahrungen mit der Co-
Autorenschaft, und sein Fazit lautet: Tun Sie's nicht! (Eine Gegenmei-
nung dazu könnt ihr übrigens Ende des Jahres im Tempest erwarten.) Die
Schülerin Carmen Stecher ist sehr jung, hat aber nichtsdestotrotz
schon einiges übers Schreiben gelernt und gibt einen Überblick über
Hauptfehlerquellen beim Schreiben. Und der Erfahrungsbericht von Syl-
via Görnert-Stuckmann zeigt, wie toll der Tempest ist. ... Na gut, es
ist so was wie ein Loblied, das uns natürlich runterging wie Öl (ob-
wohl: Wer trinkt schon Öl?). Aber wir sind dann doch klarsichtig genug
gewesen, um zu erkennen, dass es um etwas anderes geht: Hier zeigt ei-
ne Autorin, wie man aus all unseren Angeboten mit Motivation, Engage-
ment und Hartnäckigkeit so viel für sich ziehen kann, dass man sich am
Ende den Wunsch erfüllen kann, besser zu schreiben und dann auch ver-
öffentlicht zu werden. Und das lässt uns noch mehr das Herz aufgehen
als eine Lobeshymne - denn genau für AutorInnen wie Sylvia machen wir
den Tempest nun schon so lange.
Außerdem gibt es, neben neuen Ausschreibungen, eine Buch- und eine
Softwarebesprechung, ein Interview mit Rebecca Michéle, ein neues Ka-
pitel aus dem Horrorleben von Erfolgsautorin Hilke Rosenboom und neue
praxisnahe und aufschlussreiche Expertenanworten.
Übrigens findet nächstes Mal wieder eine Überraschungsverlosung statt
... na gut, ist diesmal dann nicht ganz so überraschend. Und den Preis
verrate ich auch schon: Die 42erAutoren haben uns einen Autorenkalen-
der fürs nächste Jahr für die Verlosung zur Verfügung gestellt. Ihr
wisst ja, wie ihr in die Lostrommel kommt: einfach einen Artikel oder
einen Erfahrungsbericht für den Tempest schreiben (aber bitte immer
vorher mit mir absprechen!). Diejenigen, die seit der letzten Verlo-
sung etwas beigesteuert haben, liegen bereits in der Trommel und war-
ten auf euch.
Der Tipp des Monats August, diesmal von Nada Mesar:
Abdrucken des Covers und der ISBN auf Visitenkarten
oder Postkarten. Letztere haben den Vorteil, dass man
auch noch ein wenig mehr Text (kurze Inhaltsangabe
der Publikation, kurze Autorenvita o. Ä.) darauf
unterbringen kann. Das ist eine kostengünstige und praktische
Variante und eignet sich auch gut als Give-away
bei Lesungen, Buchmessen etc.
Möge der Restsommer mit all seinen Mücken ... äh: Musen mit euch sein.
Gabi Neumayer
Chefredakteurin
~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto
von autorenforum.de:
Sparda Bank Südwest eG
BLZ 550 905 00
Kto. 100 724 515
Stichwort: "Beitrag 2007"
Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).
Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15
BIC: GENODEF1S01
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ISSN 1439-4669 Copyright 2007 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:
TEIL 1:
Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lese-Tipp
Echo-Service
Autorenwissen
"Abenteuer Co-Autorenschaft"
von Friedrich Wachefeld-Kämpff
Schreibkurs
"Beliebte Fehlerquellen beim Schreiben"
von Carmen Stecher
Buchbesprechung
"Vom Lesen und Schreiben"
besprochen von Gabi Neumayer
Software-Besprechung
"Story Project"
besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Rebecca Michéle
Erfahrungsbericht
"Ein Tempest-Buch"
von Sylvia Görnert-Stuckmann
Hilkes kleines Horrorleben
von Hilke Rosenboom
Frag den Experten für Verlagswesen
(Björn Jagnow)
Frag die Expertin für Fantasy
(Stefanie Bense)
Frag den Experten für Kinderbuch
(Michael Borlik)
Impressum
TEIL 2:
Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum
~~~~~~~~~
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein-
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Eberhard Kamprad
(http://www.kamprad-online.de) hat freundlicherweise die aufwendige
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen
Jahrgänge zu erstellen.
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HALL OF FAME:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vor-
stellen können.
Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema:
.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maxi-
mal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch unterbrin-
gen.
.......
Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei-
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte
unter dem Betreff "Hall of Fame" an
redaktion at team pt autorenforum pt de.
Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden!
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Sylvia Smuda: "Der Sohn aus der Kälte", Vias Verlag 2007. ISBN 978-3-
9810013-3-4, www.sylviasmuda.de
Klaus Schafmeister: "Höllenfahrt", Schöffling 2007, Roman. Tragische
Familiengeschichte mit "Weltuntergang"
Christian Humberg: "Starportrait Tokio Hotel: Die Fans, die Tour, die
Musik", Heel Verlag 2007, Fanbuch, Musik. Weitere Infos unter
www.christian-humberg.de
Christiane Franke: "Blutrote Tränen", Leda Verlag 2007, Ost-
Frieslandkrimi. ISBN 3-934927-94-7, 8,90 Euro
Rebecca Michéle: "Die Treue des Highlanders", Moments-Verlag 2007,
Zeitreiseroman. Schottland heute und im 16. Jahrhundert (Maria Stuart)
Regine Kölpin: "Krähenflüstern", Leda Verlag 2007, OstFriesland-Krimi.
Näheres: http://www.regine-koelpin.de
Fran Henz: "Die Hexe und der General", Ullstein 2007, Zeitreise-Roman.
Hintergrundinfos & Leseprobe: http://www.fran-henz.com
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SCHREIB-KICK:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
Unser Schreib-Kick für den August, diesmal von Cornelia Eybisch-
Klimpel:
Wenn die Tür zugeknallt, das Telefon abgehängt ist und das Adrenalin
in den Adern kocht - dann fallen einem immer die besten Antworten ein.
Schade drum. Sammle die kräftigsten, saftigsten, heftigsten oder wei-
sesten Erwiderungen, die dir beim Duschen oder Fahrradfahren einfal-
len, und lass den Helden deiner Geschichte damit brillieren. Dem
fällt das alles sofort und spontan ein. Und die Leser können sich dran
freuen, wie schlagfertig er ist. Vielleicht keimt auch aus einer die-
ser reiferen "Früchte des Zorns" eine eigene Geschichte.
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LESE-TIPP:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hiwi/142830/: Hier findet sich ein
spannender Artikel, "Die Agenten", in dem zahlreiche deutschsprachige
LiteraturagentInnen zu Wort kommen.
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AUTORENWISSEN:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Abenteuer Co-Autorenschaft"
von Friedrich Wachefeld-Kämpff
Derzeit gibt es in meinem Leben eine Seifenoper, obwohl ich kein Fern-
sehen schaue. Und ich bin außerdem als "Experte" herangezogen,
Schiedsrichter und Gutachter in einem.
Zwei meiner Freunde haben sich über ein Buch zerstritten. Sie sind
(waren?) Co-Autoren. Und sie denken, weil ich insgesamt drei Projekte
in Co-Autorenschaft geschrieben habe, könnte ich helfen. Oder ent-
scheiden. Oder einem von beiden Recht geben. Am liebsten natürlich
Letzteres.
Und wenn ich mich schon, was meine Freunde angeht, aufs Glatteis bege-
be, dann kann ich mich auch gleich richtig beliebt machen und meine
Meinung mit der schreibenden Welt teilen.
Tun Sie's nicht!
Sie haben einen tollen, sogar phantastischen anderen Autor kennenge-
lernt, dessen Stil Sie begeistert, der Sie zum Lachen bringt, mit dem
Sie um fünf Uhr nachts nach einer Lesung zusammen den "Großen Modernen
Roman" geplant haben? Sie haben dabei selten so viel gelacht und sich
selten so verstanden gefühlt?
Sie sind nach der Begegnung voller Kraft, Energie und Elan und wollen
nichts sehnlicher, als aus dieser tiefen Zuneigung eine gemeinsames
Kind zeugen? Jenen "Großen Roman"? Die Begabung des anderen und Ihre
wird eine Gestalt annehmen, die größer, mächtiger, schöner und genia-
ler ist als die Summe ihrer Teile? Sie tauschen E-Mail-Adressen aus,
melden sich endlich bei SKYPE und ICQ an, schreiben heimlich auf der
Arbeit lange Plot-E-Mails, simsen dem anderen die jüngste Idee?
Meine Liebe, ich fürchte, Sie sind verloren. Verliebt, wie nur
Schriftsteller einander lieben können. Mein Rat, nach drei Co-
Projekten: Tun Sie's nicht. Denn genau das ist es: Verliebtsein. Ein
"Kind der Liebe" soll der Roman sein? Dann sparen Sie schon mal für
die Alimente oder die Abtreibung.
Ich mache keine Witze.
Die folgenden Fälle sind nur leicht verfremdet; ich entschuldige mich
im Voraus bei den befreundeten Autoren (zumindest hab ich euch anony-
misiert!).
Fall 1
Autor A und B, beide unerfahren, unveröffentlicht. Sie wollen zusam-
menziehen, weil sie sich sehr mögen. Autor A hat ein Drehbuch abge-
schlossen (Liebeskomödie), Autor B schreibt (oder besser: plant) poli-
tische Satiren im Romanformat.
Nach einer stürmischen Phase der Verliebtheit wollen beide ein Buch
schreiben und beginnen das "Brainstorming." Eine Idee gibt die andere,
Kreativität sprüht nur so, das Werk wird eine hochobskure Liebes-
Komödie mit Kirchenkritik.
Beide finden insgeheim ihre eigene Idee besser als die des anderen,
Autor A sagt, Unlogik mache im Film nichts, Autor B möchte vorher Re-
cherche im Vatikan-Bereich machen. Beide werfen sich gegenseitig vor,
nicht genug Erfahrung zu haben, und halten sich selbst jeweils für den
erfahreneren Teil der Partnerschaft.
Es hakt auch sonst: Es wird diskutiert, ob es ein Drehbuch oder ein
Roman werden soll - oder beides? Und wenn ja, in welcher Reihenfolge?
Einer will mit den Figuren anfangen, der andere mit der Story.
Einige Szenen stehen schon, aber es wird darüber gestritten, wie man's
am besten schreibt. Gleichzeitig? Kapitel nach Kapitel? Nach Planungen
unabhängig voneinander und am Ende zusammensetzen?
Nach einem Streit übers Zusammenziehen steht der Roman/das Drehbuch
auf der Kippe. Beide sind nicht mehr so sicher, ob sie sich wirklich
so gut leiden können.
Fall 2
Autor C und Autor D, beide unveröffentlicht, seit zehn Jahren Freunde.
Im Rahmen einer "Schnapsidee" wollen beide einen Roman schreiben.
Hochkreative Planung, innerhalb eines fast schlaflosen Wochenendes
stehen Konzept und Treatment, beide schreiben in derselben Woche je-
weils noch ein Kapitel. Das Ganze ist ein Testballon, ob der Verlag es
annimmt.
Einige Monate später kommt die Zusage des Verlags. Beide machen sich
motiviert an die Arbeit, Kapitel werden im Wechsel geschrieben, jeder
führt alle Figuren, das Ganze lesen sich die beiden jeweils gegensei-
tig vor, machen Anmerkungen, kritisieren.
Autor C, etwas älter, literaturwissenschaftlich beschlagen, macht am
Ende das Lektorat. Beide lernen eine Menge übers Schreiben, diskutie-
ren über unerwartete Wendungen.
Plötzlich ist die Deadline fast da, Autor D wirkt zunehmend gestresst
und ist immer weniger kreativ, sagt, er habe eine "Schreibblockade".
Vorher gab es schon mal Unstimmigkeiten, weil Autor C meinte, Autor D
habe die ganzen "interessanten Kapitel" und er selbst zum größten Teil
nur "Füllmaterial".
Autor D entwickelt krasse körperliche Stress-Symptome in Form von Nes-
selsucht, Autor C schultert die Arbeit am Ende quasi allein, ist rich-
tig wütend und denkt: Was für eine Schwachsinns-Idee! Ein Psychokrieg
beginnt, der irgendwie trotzdem ein Buch hervorbringt, dass sich lesen
lässt.
Rezensenten sagen, man merkt, dass da zwei Leute dran geschrieben ha-
ben. Nach all dem Stress beschließt Autor C, nie wieder zu kooperie-
ren.
Fall 3
Autoren E, F, und G verleben ein hochkreatives Wochenende, bei dem ei-
ne halbe Welt entsteht. Da Autoren E und F bereits veröffentlicht ha-
ben, einander schätzen und eigentlich immer mal was zusammen machen
wollten und Autor G eine Unzahl an Ideen und Figuren beisteuert, las-
sen sich alle drei darauf ein, ein Konzept, Treatment und Exposé zu
schreiben. Alles wird angenommen, der Verlag setzt die (knappe) Dead-
line, das Schreiben beginnt.
Autor E lebt in einer anderen Stadt als F und G, die beide in Lauf-
reichweite voneinander wohnen. F und G waren bei der Planung am ak-
tivsten, Autor E ist dagegen am erfahrensten. Jeder Autor hat einen
Handlungsstrang, und am Ende soll alles zusammengesetzt werden. Stän-
diges gegenseitiges Feedback soll sicherstellen, dass es auch zusam-
menpasst.
Die Arbeitsbelastung ist enorm, Autor G galloppiert die Fantasie da-
von, aus einem geplant 20-seitigen Kapitel werden ohne Probleme 70
bis 80 Seiten, mit Sub-Sub-Plots und Sub-Sub-Sub-Sub-Sub-Plots. Da Au-
toren F und G vieles rasch miteinander ausmachen, hält sich Autor E an
den ursprünglichen Arbeitsplan und hängt sich nicht wesentlich mehr
rein.
Das Projekt gerät außer Kontrolle, wird fast doppelt so lang wie es
soll, E und F geraten in Panik wegen der Deadline und versuchen, Gs
Herr zu werden, der immer mehr Raum beansprucht. E schreibt immer
knapper und nimmt seinen Anteil immer weiter zurück, damit der Umfang
doch noch passt, G beschuldigt E, nicht "mitzuziehen" und sich "zu i-
solieren" bzw. ihn die ganze Arbeit machen zu lassen. Außerdem verän-
dert G den Handlungsplan, weil sich "seine Figuren so nie verhalten
würden".
Es kommt zum Eklat. Zwei Wochen nach Überschreitung der Deadline - 80
Prozent des Romans sind geschrieben - schmeißt G die Brocken hin und
will "seinen Text zurückziehen". E und F betreiben Schadensbegrenzung,
das Ganze wird emotional so aufreibend, dass die Lebenspartner aller
beteiligten Autoren allergisch auf jeden Anruf und jede E-Mail reagie-
ren und versuchen, die Federn des jeweiligen Partners glattzustrei-
chen.
Als E und F entschieden haben, das Ding allein durchziehen, um den
Vertrag nicht zu verlieren, kehrt G ins gemeinsame Projekt zurück, in
dem F mittlerweile die Federführung übernommen hat - wodurch er ein
Semester kurz vor Abschluss des Studiums verliert.
Wegen der Deadline kommen die Überarbeitung und das Angleichen des
Stils viel zu kurz.
Lohn der Mühen: Die Rezensenten beschweren sich, das Buch sei unein-
heitlich, passe schlecht zusammen, der Stil schwanke abenteuerlich -
und ein paar hundert Euro pro Nase für ebenso hohe Telefonkosten
zwecks Koordination.
E und G haben keinen Kontakt mehr, und E hat darüber hinaus beschlos-
sen, nie wieder zu kooperieren.
Ein Geständnis
Also gut. Ich war Autor E und C. Wie Sie sehen, habe ich zweimal be-
schlossen, "es" nie wieder zu tun. Wie Sie sehen, habe ich beide Ko-
operationen verkauft.
"Aber halt!", denken Sie jetzt vielleicht. "Am Anfang des Artikels
steht was von DREI Projekten! Was ist mit Nummer drei?"
Erwischt. Nummer drei läuft fantastisch. Es läuft so gut, dass ich
darüber Freundschaft geschlossen habe, und so gut, dass ich ein neues
Genre angefangen habe. Wir haben in bisher drei Monaten fast 1.000
Seiten Text geschrieben, es ist gut lesbar, und macht wirklich, wirk-
lich viel Spaß.
Ein Kind der Liebe? Absolut.
Drum prüfe ...
Aber, ich kann's nicht leugnen: Selbst dieses Projekt hat(te) seine
Schattenmomente. Und ich rechne noch mit einem langen Weg (nämlich dem
Rest der Bände 2 und 3).
1. Stress - haben wir zurückgeschraubt, indem wir uns klar machen,
dass wir den Text für uns schreiben und so, wie die Muse nun mal
küsst. Keine Deadline. Deadline essen Seele auf.
2. Unorganisiertheit - wir haben Raum geschaffen, wo wir ungestört ar-
beiten können, feste Zeiten. Wir haben die Überarbeitung des Textes
anders organisiert: Ich mache das erste Lektorat, weil mein Co-Autor
dazu neigt, alles neu zu schreiben, weil er erst einmal hasst, was er
schreibt, und den Abstand nicht so rasch bekommt.
3. Ego - wir sind beide außerordentliche Dickköpfe. Viel Kommunikation
und kompromisslose Ehrlichkeit helfen. Aufeinander zugehen und dann
wieder dem anderen Raum geben, wenn er ihn braucht, wie in jeder Part-
nerschaft.
4. Angst - ich mache mir jeden Tag klar, dass ich das Projekt verlie-
ren kann. Dass wir beide die Lust verlieren können, oder einer von
uns, und nichts weiter übrig bleibt als viel Text, mit vielen Lücken
zwischendurch. Das ist okay. Schreiben um des Schreibens willen, um
neue Techniken auszuprobieren und um etwas zu haben, mit dem man die
Schreibmuskeln trainieren kann, ohne die ganze Zeit im eigenen Saft zu
schmoren. Loslassen können. Akzeptieren, dass nicht alles verkaufbar
ist, nicht alles fertig wird. Im Zweifelsfall ist es eine Sammlung von
Skizzen und Fingerübungen, die man später für andere Projekte aus-
schlachten kann.
Gemischte Gefühle
Eine Kooperation ist manchmal eine Verliebtheit, mal eine Blitzehe in
Vegas, mal ein lebenslanges Bündnis. Manchmal wird ein Freund zum
Feind. Hass, Ärger, gekränktes Ego und das Gefühl, Monate verschwendet
zu haben, sind die Risiken.
Aber wie im Zen gilt: Der Weg ist das Ziel. Und wenn man den doch oft
einsamen Schreiber-Weg für eine Weile mit einem anderen Autor gehen
kann, kann sich das lohnen. Es kann aber auch die kreative Hölle sein.
Seien Sie vorsichtig, und denken Sie zweimal drüber nach, ob Sie sich
so binden wollen.
Aber wenn es unbedingt sein muss, dann viel Spaß. Es wird ein Abenteu-
er. Ob Sie wollen oder nicht.
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SCHREIBKURS:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Beliebte Fehlerquellen beim Schreiben"
von Carmen Stecher
Wie überall gibt es auch beim Schreiben einige Regeln zu beachten.
Denn die Fehler lauern überall. Sie warten förmlich darauf, gemacht zu
werden. Hier sind einige Dinge, auf die du achten solltest.
Unbesiegbare Helden
..........
Uruc zog sein Schwert aus dem Leib seines Gegners, um es im nächsten
Augenblick blitzschnell einem weiteren Kontrahenten in die Brust zu
rammen. Mit einer beiläufigen Bewegung köpfte er einen dritten Mann,
während er einem anderen mit voller Wucht seinen eisenbeschlagenen
Stiefel gegen das Knie rammte. Er war zwar noch immer von mindestens
dreißig Soldaten umzingelt, die ihm nach dem Leben trachteten, doch
die Waffe in seiner Hand wusste, dass sie im Besitz des besten
Schwertkämpfers von ganz Rulya war. Mit ihrem Angriff auf Uruc hatten
die Soldaten allesamt ihr Todesurteil besiegelt.
..........
Wie schön sich das doch liest! Wie möchte man doch so gut kämpfen kön-
nen wie der Held der Geschichte! Nur seltsamerweise kann er in drei
Minuten 50 trainierte und voll ausgebildete Soldaten umbringen und ist
danach keineswegs müde, geschweige denn verletzt. Das ist unrealis-
tisch! Außerdem kann man so keine Spannung aufbauen. Denn unser Super-
held wird ja ohnehin die ganze Garde umbringen. Und kriegt keinen
Kratzer ab. Also bitte lass das, denn auf den Leser wirkt das längst
nicht so "cool" wie vielleicht auf dich als Autor. Wenn du eine ge-
scheite Geschichte schreiben willst, dann musst du dich in den Charak-
ter hineinversetzen können. Stell dir vor, was du in der jeweiligen
Situation machen würdest.
Ausgelutschte Themen
Eigentlich ist fast jede Geschichte schon einmal geschrieben worden,
wenn auch in anderer Form und mit anderen Einzelheiten. Aber viele
Story- Typen sind echt schon ausgelutscht und haben sich mittlerweile
tausendfach selbst überlebt. Einige Beispiele dafür:
- Nach langem Hin und Her stellt sich der Detektiv als der Mörder her-
aus.
- Die Welt nach einem alles vernichtenden Atomkrieg: Das Gesetz ist
praktisch inexistent, der Großteil der Weltbevölkerung ausgelöscht,
nun hat der Held die Aufgabe, den Rest der Menschheit zu retten. (Die
Menschheit retten, das kommt ohnehin in zu vielen Geschichten vor)
Und zu guter Letzt noch das ultimative Klischee im Fantasy-Genre:
- Held mit schwieriger Kindheit erfährt, dass er der Auserwählte ist,
um den ultrabösen Bösewicht zu stürzen und zu verhindern, dass das
Dunkel über die Welt hereinbricht.
(Und bitte, bitte, bloß keinen "Der Herr der Ringe"-Abklatsch mehr!)
Überhaupt ist der Krieg zwischen Gut und Böse überholt. Wenn ihr euch
doch entscheiden solltet, zu diesen Themen zu schreiben, dann beach-
tet, dass euer Schreibstil umso besser sein muss, um mit den unzähli-
gen anderen Romanen in diesen Genres mitzuhalten.
Man kann problemlos auch Romane ohne dieses Held-Bösewicht-Verhältnis
schreiben. Man kann auch Spannung aufbauen, ohne dass sich der Held
als Retter der Welt herausstellen muss. Denn auch im Leben eines ein-
fachen Menschen können sich Konflikte aufbauen, und die Neugier des
Lesers wird durch einen Nicht-Superhelden vielleicht sogar noch mehr
geweckt.
Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht?
"Mein Erziehungsberechtigter war über die Authentizität des Bildungs-
zertifikats nicht erquickt." - Für alle, die diesen Quatsch nicht ver-
standen haben, die Übersetzung: "Mein Vater war mit meinem Zeugnis un-
zufrieden."
Schreiben ist nicht dazu da, um allen zu zeigen, was du für einen tol-
len Wortschatz hast, oder um damit anzugeben. Die Leser möchten ledig-
lich einen guten Roman lesen, um sich vom Alltag abzulenken und in ei-
ne andere Welt, eine andere Zeit oder ein anderes Leben einzutauchen.
Und quäl deine Leser nicht mit seitenlangem Fachwissen! Sie werden
sich nicht denken: "Der Autor weiß aber viel!", sondern das Buch zur
Seite legen und eines zur Hand nehmen, das sich leichter liest.
Was aber nicht heißt, dass man seine gehobene Sprache in einen Grund-
schultext umwandeln sollte. Anspruchsvolle Ausdrücke haben nichts
Schlechtes an sich, sie sollten jedoch nicht in bürokratisches Kauder-
welsch ausarten.
Endlose Prologe und "Infodump"
Wenn für das Verständnis der Geschichte einiges an Hintergrundwissen
gefordert ist (z. B. in historischen Romanen und Fantasy), dann flicht
das am besten mit in den Textfluss ein.
Dialoge eignen sich dazu z. B. recht gut. Wenn du erklären musst, wie
das Volk der Was-weiß-ich entstanden ist, dann lass es einen der Cha-
raktere erzählen, anstatt es in einen unendlich langen Prolog zu pa-
cken, der den Leser verwirrt und den er sich ohnehin nicht merken
kann. Und lockere die Dialoge auf. Der Charakter könnte z. B. voller
Angst erzählen, weil er auf der Flucht vor diesem Volk ist. Oder vol-
ler Sehnsucht, weil er seine große Liebe dort gefunden hat. Oder ...
Das macht die trockenen Informationen lebendig, und der Leser wird es
euch danken, nicht alles auf einmal eingetrichtert zu bekommen.
Also: Pack die Informationen in die Gedanken und Dialoge deiner Haupt-
person und nicht in lange Beschreibungen.
Am leichtesten ist es, eine dem Leser unbekannte Welt vorzustellen,
wenn die Hauptperson sich selbst zum ersten Mal dort vorfindet. Eine
sehr bekannte Schriftstellerin hatte es so recht einfach, zu erklären,
dass es in unserer Welt vor Zauberern und Hexen nur so wimmelt, da wir
mit den Augen eines kleinen Jungen mit Brille und einer Narbe auf der
Stirn diese neue Welt erkunden konnten. Wenn der Wissensstand der
Hauptfigur dem des Lesers entspricht, hat man es als Autor am ein-
fachsten.
Zeigen statt erzählen
..........
Ihr Name war Sejnj. Sie gehörte dem Stamm der Elben an. Sie hatte
leuchtend rote Haare und ein blasses Gesicht, das ihre auffallend grü-
nen Augen nur noch mehr hervorhob. Sie war recht klein, aber doch sehr
geschickt...
..........
Wenn du solche Beschreibungen abgibst, werden wenige deine Geschichte
lesen. Vielleicht kennst du die bekannte Faustregel: Nicht erzählen,
sondern zeigen! Das obige Beispiel unterbricht den Textfluss, und es
ist schwierig, es irgendwo einzubauen. Außerdem liest es sich nicht
gut. Auch hier bekommt man irgendwelche Informationen eingetrichtert,
die mit dem Geschichtsverlauf nichts zu tun haben. Wenn du Personen,
Landschaften usw. beschreibst, dann bau das in den Textfluss mit ein.
..........
Sejnj seufzte erleichtert. "Ich bin so froh, dass du wieder da bist",
sagte sie und musterte den jungen Elben, der ihr gegenüber saß, wäh-
rend ihre Augen wie zwei Smaragde blitzten. Dann ließ sie ihren Blick
durch das Zimmer schweifen. "Weißt du, Taran, du hast mir wirklich ge-
fehlt."
Taran blickte auf. "Das will ich auch hoffen", lachte er, während er
Sejnjs Haare betrachtete, die einer rot leuchtenden Flamme glichen.
..........
Die verschiedenen Informationen sind im zweiten Beispiel so in den
Textfluss eingewebt, so darin "versteckt", dass sie zwar nicht sonder-
lich hervorstechen, der Leser sich aber nach und nach ein lebhaftes
Bild aufbauen kann. Der Text ist nicht mehr trocken, er ist zum Leben
erwacht. Und man kann währenddessen das Geschehen vorantreiben.
Du als Hauptfigur
Die Hauptperson in deiner Story würde wahrscheinlich am liebsten nach
Hause gehen und sich schnarchend in ihr Bett fallen lassen. Du als Au-
tor möchtest deine Hauptfigur jedoch dort haben, wo gerade etwas un-
glaublich Wichtiges passiert.
Sicherlich hast du einen guten Grund dafür, deinen Helden genau in
diesem Augenblick in die Mitte eines tobenden Schlachtfeldes zu stel-
len. Aber hat auch deine Figur einen guten Grund? Das solltest du dich
immer fragen, denn sonst geht die Logik schnell den Bach runter. Denk
es dir so: Du bist der Gott. Manchmal bist du gut zu deinen Schäfchen,
oft - oder sogar meistens - bringst du sie von ein Problem ins nächs-
te und scheinst ihnen feindlich gesinnt zu sein. Es gibt also den Gott
UND die Hauptperson, die ihren eigenen Willen hat.
Logikprobleme
Schon auf einer Seite können sich ein halbes Dutzend solcher verdamm-
ter Logikfehler einschleichen. Das liegt daran, dass man manchmal un-
aufmerksam beim Schreiben ist oder in seiner Inspiration einfach
schreibt und schreibt und eben nicht auf Kleinigkeiten achtet.
Dann passiert es, dass Mr. A einen Schluck aus einer Flasche Bier
nimmt, die er gerade in den Kühlschrank gestellt hat; dass Frau B sich
die Haare zusammenbindet, obwohl man sie ein paar Seiten vorher als
kurzhaarig beschrieben hat; dass Herr C einen Kamillentee macht, der
eigentlich so gar nicht ins antike Ägypten passt usw.
Es gibt hier nur einen Rat dazu, nämlich den Text konzentriert durch-
zulesen und jeden Schritt auch in Gedanken mitzuverfolgen. Und mög-
lichst auch Testleser einzuspannen, die so etwas noch schneller bemer-
ken als du.
Charakterfehler
Die verschiedenen Charaktere machen einen wesentlichen Teil einer Ge-
schichte oder eines Romans aus. Mit den Augen von einer oder mehreren
Hauptpersonen erkundet der Leser eine fremde Welt. Deshalb ist es nö-
tig, allen zentralen Personen der Geschichte ihre eigenen Charakterei-
genschaften zuzuweisen - und die verschiedenen Personen möglichst kon-
trastreich darzustellen. Denn wenn alle Hauptpersonen dieselbe Art zu
reden und zu handeln haben, dann ist das erstens langweilig und bringt
zweitens alle Charaktere auf die gleiche Ebene.
So wie jeder Mensch ein Individuum ist, hat auch jede einzelne Person
ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Gefühle und Eigenschaften, ihre
eigenen Absichten. Das wirkliche Leben ist aber leider viel zu komplex
für einen Roman. In alltäglichen Situationen reagieren wir mal ge-
reizt, mal liebevoll, mal so und mal anders. Um eine Person in einer
Geschichte zu charakterisieren, müssen wir ihre typischen Eigenschaf-
ten etwas extremer wirken lassen. So ist der erfahrene Bogenschütze
vielleicht mit wenigen Ausnahmen ernst und ruhig, die junge Kellnerin
meist ungestüm und frech und der alte Alchimist verbittert. Jede Figur
ist daran erkennbar, was sie denkt und tut.
In manchen Geschichten genügen im Grunde ein bis drei Personen, um das
zentrale Spielgeschehen wiederzugeben. Ich habe den Fehler gemacht,
die eher peripher angelegten Figuren dann einfach als Mittel zum Zweck
dazu zu erfinden - bis ich gemerkt habe, dass sich eine große Anzahl
an völlig charakterfreien Figuren in meiner Geschichte befanden, die
einfach das sagten und taten, was die Szene gerade erforderte. Alles,
was sie unterschied, waren ihre Namen. Meine zwei Hauptpersonen waren
nun zwar durch einen vielschichtigen Charakter gekennzeichnet, doch
die restlichen Figuren waren nichts als leere Hüllen.
Vergesst also nicht, jeder Person in der Geschichte (die in mehr als
nur einer Zeile vorkommt) einen Charakter zuzuweisen. Legt euch dazu
am besten ein eigenes Dokument an, in dem ihr alle Personen auflistet
und einige Zeilen zu ihren Eigenschaften, aber auch zu ihren Beziehun-
gen untereinander notiert.
In anderen Storys wiederum wimmelt es nur so von Figuren, die allesamt
an der Handlung teilhaben. Das kann beim Leser schnell zur Verwirrung
führen, wenn sich die einzelnen Personen nicht genügend voneinander
unterscheiden. Nur wenn man sich lange und intensiv genug mit einer
Figur beschäftigt, wird der Leser sie sich einprägen und die Übersicht
behalten. Wenn Torroks Bruder Réon nur einmal beiläufig erwähnt wurde,
dann kann sich ein Großteil der Leserschaft wahrscheinlich überhaupt
nicht oder nur mehr vage an ihn erinnern, wenn er wieder auftaucht.
Viele Figuren machen eine Geschichte interessant, aber du solltest be-
denken, dass der Leser deine Story nicht so gut kennt wie du als Au-
tor. Überleg dir, ob die Figuren kontrastreich genug oder ob sich vie-
le einfach zu ähnlich sind.
Fehler leugnen
Fehler sind etwas Tolles. Ja, wirklich! Denn sie zeigen dir, was du
besser machen kannst. Aber dazu musst du dir deine Fehler zuerst mal
eingestehen. Jeder macht sie, vom Amateur bis zum Profi - und wenn du
einen Fehler gemacht hast, dann gilt es, ihn zu erkennen und auszubes-
sern!
Denk nicht: "Na ja, dieser Teil ist nicht unbedingt gut, aber etwas
Besseres fällt mir jetzt eigentlich auch nicht ein." Nur die Überwin-
dung deiner Fehler führt dich zu einem guten Ergebnis.
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Carmen Stecher ist Schülerin und junge Hobby-Schriftstellerin. Schrei-
ben ist schon seit ihrer Kindheit eine gelegentliche Freizeitbeschäf-
tigung für sie. Zurzeit schreibt sie an einem historischen Roman.
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BUCHBESPRECHUNG:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Vom Lesen und Schreiben"
besprochen von Gabi Neumayer
Paul Maar gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutsch-
sprachigen Kinderbuchautoren. Schon allein deshalb ist es für andere
AutorInnen interessant, zu erfahren, was er übers Schreiben und über
das Leben als Autor zu sagen hat.
In diesem Band sind sowohl Reden als auch Interviews und Artikel von
Paul Maar gesammelt. Und auch wenn sich dabei das eine oder andere bi-
ographische Detail wiederholt: Dieses Buch ist eine wahre Schatztruhe
für AutorInnen; nicht nur, aber vor allem für diejenigen, die für
Kinder und Jugendliche schreiben. Denn Maar hat viel erlebt und er-
fahren in seiner langen Zeit als Autor. Das betrifft das Handwerk des
Schreibens und das Selbstverständnis als Autor ebenso wie den Markt
und seine Veränderungen über die Jahre.
Und es betrifft, besonders spannend, die Handschrift eines Autors,
dieses Autors. Das ist etwas, was man in der Regel zwar erkennt, aber
nur schlecht in Worte fassen geschweige denn fürs eigene Schreiben
nutzbar machen kann. Hier gelingt das, weil der Autor viel über sich
erzählt, über seine Entwicklung und auch seine eigenen Aha-Erlebnisse
in Bezug auf immer wiederkehrende Themen und bevorzugte Herangehen-
sweisen ans Schreiben.
Ebenfalls ungemein erhellend ist der Einblick, den man hier ins
Schreiben für verschiedene Medien erhält. Am Beispiel des Anfangs
eines Buchs um seine wohl berühmteste Figur, das Sams, zeigt er die
völlig unterschiedlichen Anforderungen und Bedingungen von Buch, Thea-
ter (Musical), Film und Computerspiel. Und das nicht theoretisch, son-
dern praktisch, indem er die Anfangsszenen schildert bzw. im Wortlaut
wiedergibt und auch gleich erläutert, wieso sie sich so stark unter-
scheiden. Einen anschaulicheren und praktisch verwertbareren Einblick
in das Schreiben für verschiedene Medien kann man sich nicht wünschen.
Ein lehrreiches, spannendes und sehr persönliches Buch um einen un-
serer bedeutendsten Autoren - aus dem man manchmal in einem Nebensatz
mehr lernen kann als aus einem kompletten Schreibratgeber.
Paul Maar: "Vom Lesen und Schreiben. Reden und Aufsätze zur Kinderlit-
eratur", 2007, 208 Seiten, 14,90 Euro, Oetinger
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SOFTWARE-BESPRECHUNG:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Story Project"
besprochen von Gabi Neumayer
Wer eine Software sucht, die ihn oder sie beim Entwickeln (oder auch
bei der Analyse) von Geschichten, Romanen, Theaterstücken oder
Drehbüchern unterstützt, sollte sich "Story Project" von Jens R. Woi-
nowski ansehen. Und das keinesfalls nur, weil es diese Software - zu-
mindest zurzeit noch - als Freeware gibt. Denn "Story Project" ist in
vielerlei Hinsicht etwas Besonderes auf dem Markt der Schreibsoftware.
Woinowski stützt sich vor allem auf "Die Kreative Matrix" von Philip
Parker. Im Zentrum des dieser Software zugrunde liegenden Modells
steht der Erzählkreis, in dem alle Elemente voneinander abhängen. Und
genau damit zurechtzukommen, das ist ja in der Regel die größte
Herausforderung für AutorInnen. Auch wenn manche sich für die theore-
tischen Hintergründe der Software nicht interessieren mögen, so ist es
doch eine der Stärken von "Story Project", dass der Autor und Entwick-
ler sein Metamodell, sein Vorgehen und die Gründe für die ver-
schiedenen Funktionen der Software offen legt.
Er ist sich übrigens der Existenz verschiedener Schreibmodelle und Be-
grifflichkeiten nicht nur bewusst, sondern trägt dem auch praktisch
Rechnung: Die Terminologie in dem Programm lässt sich an die dem Be-
nutzer vertrauten Begriffe anpassen. Wer also beispielsweise statt
"Handlung" lieber "Plot" sagt, kann das individuell einstellen.
Wie funktioniert die Arbeit mit "Story Project" nun konkret? Der
Autor, die Autorin bekommt jede Menge Möglichkeiten vorgegeben, um
Setting, Plot, Konflikt, Figuren etc. kennenzulernen, auszuarbeiten
und festzulegen. Vieles ist dabei schon als Angebot vorgegeben. Abge-
sehen von Plotmodellen gehört dazu zum Beispiel ein pfiffiger Frage-
bogen, den man seine Figuren ausfüllen lassen kann, um sie besser ken-
nenzulernen, und in dem sie Aussagen bewerten sollen wie "Man kann
nicht immer nur Spaß haben". Vieles andere muss natürlich auch selbst
erarbeitet bzw. mit Inhalt gefüllt werden. Wichtig ist, dass man bei
der Arbeit mit "Story Project" jederzeit hin und her springen kann
und, noch wichtiger, dass die Elemente alle miteinander verbunden
sind.
Für jedes Element einer Geschichte und seine Verbindungen mit anderen
Elementen hält "Story Project" zahlreiche Tools, Übersichten, Check-
listen und Ansichten bereit. Trotzdem ist das Programm sehr über-
sichtlich gestaltet, was angesichts des dichten Netzes aus Daten zu
allen Elementen schon eine enorme Leistung ist. Und es gibt Hilfen zur
Arbeitsweise, zum Beispiel eine Prioritäten-Checkliste, in der man
festlegen kann, was man wann angehen will.
Viele AutorInnen brauchen ihre kryptischen Notizen und fühlen sich
schnell von strukturellen Vorgaben eingeengt. Sie werden auch mit die-
sem Programm, das viele Freiheiten bietet und außergewöhnlich flexibel
ist, nicht glücklich werden. Wer hingegen gern mit Software arbeitet
und sich bei der Entwicklung einer Geschichte auf diese Weise führen
und helfen lassen möchte, sollte "Story Project" unbedingt auspro-
bieren.
Jens R. Woinowski: "Story Project", zurzeit noch Freeware, Download,
ausführliche Hilfe und weitere Informationen unter
http://woinowski.eu/
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INTERVIEW:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Ausdauer, kontinuierliches Training und gute Nerven"
Interview mit Rebecca Michéle
Gabi Neumayer: Du hast in den letzten Jahren mehrere Liebesromane mit
historischem Hintergrund veröffentlicht. Der nächste, "Die Treue des
Highlanders", erscheint im Herbst im Moments-Verlag. Wie bist du zu
diesem Genre gekommen? Und was hält dich dort?
Rebecca Michéle: Bereits als Kind stibitze ich aus dem Bücherschrank
meiner Mutter die Romane von Victoria Holt (auch bekannt als Jean
Plaidy und Philippa Carr). Die Mischung aus Fiktion, Liebesgeschich-
ten, Spannung und historischen Ereignissen bzw. Personen hat mich sehr
früh nicht nur fasziniert, sondern auch inspiriert. Dazu kam noch mei-
ne Liebe zu England und der englischen Geschichte. Beinahe wie von
selbst entstand dann mein erster Roman in der Art der Romane von Vic-
toria Holt.
Nach wie vor bin ich eine begeisterte Leserin von Büchern, deren his-
torische Ereignisse sich mit fiktiven Personen und Geschichten ver-
knüpfen. In erster Linie möchte ich meine Leser natürlich unterhalten
und ihnen schöne, entspannende Lesestunden verschaffen; wenn aber da-
bei das eine oder andere historische Detail dabei hängen bleibt, freut
es mich.
Ich werde dem Genre auch treu bleiben, denn es gibt noch so viele Er-
eignisse und Personen (nicht nur in England!), über die ich gerne
schreiben möchte.
GN: Wie gehst du ans Schreiben eines Romans heran? Welche Vorarbeiten
leistest du, bevor du mit dem Schreiben beginnst?
RM: Als Erstes ist eine Grundidee vorhanden. Diese kann entweder der
historische Hintergrund oder eine historische Person sein oder die I-
dee eines fiktiven Plots. Bei Ersterem beginne ich zu recherchieren,
ob die Idee ausreicht, um einen ganzen Roman darum herum zu konzipie-
ren. Im zweiten Fall überlege ich mir, in welcher Zeit bzw. an welchem
Ort ich die Geschichte ansiedeln könnte.
Dann kommt die Entwicklung des Exposés. Zeitgleich skizziere ich die
Protagonisten. Jede Person erhält von mir einen ausführlichen Lebens-
lauf, bis hin zur Schuhgröße. Dazu verwende ich das Programm "Write
Pro Ficton" von Sol Stein, das mir eine große Hilfe ist, den Überblick
nicht zu verlieren.
Tja, und dann geht das Exposé zu meiner Agentin und es beginnt der
"schlimmste" Teil der Vorarbeit
das Warten, ob die Agentur die Idee
nicht nur ebenso gut findet, sondern diese auch an einen Verlag ver-
mitteln kann. Wenn ein Vertrag vorliegt, mache ich dann voller Elan
ans Werk.
Seit rund vier Jahren schreibe ich ganze Manuskripte nur noch nach Ab-
schluss eines Verlagsvertrages.
GN: Wie sieht dein Arbeitsalltag in der "heißen Phase" aus, während du
an einem neuen Roman schreibst? Und wie lange brauchst du im Schnitt
dafür?
RM: Wenn der Vertrag geschlossen ist, ist ja schon der Abgabetermin
vereinbart. Wenn es von Verlagsseite aus möglich ist, lasse ich mir
hierbei gerne etwas Luft. Sollte ich dann früher fertig sein, liefere
ich gerne früher ab, mag es aber nicht, unter zu großem Zeitdruck zu
schreiben.
Die Dauer eines Romans richtet sich nach dem Umfang. In der letzten
Zeit waren es immer um die 450 - 500 Normseiten. Dafür veranschlage
ich ca. sechs Monate. Während der "heißen" Schreibphase bemühe ich
mich, täglich 10 Normseiten zu schreiben. Das klappt aber leider nicht
immer; es gibt jedoch auch Tage, da schreibe ich 15 oder sogar 20 Sei-
ten. So gleicht es sich am Ende aus.
Am liebsten beginne ich gleich morgens mit dem Schreiben und höre am
Nachmittag auf. Wenn möglich, schreibe ich nur von Montag bis Freitag,
um das Wochenende wie andere Arbeitnehmer auch, für meine Familie da
zu sein.
GN: Für historische Romane ist ja einiges an Recherche nötig. Hast du
Tipps für angehende AutorInnen, wie man effektiv recherchiert - und
was man dabei besser vermeidet?
RM: Fangen wir mit dem Vermeiden an, gerade weil ich im letzten Jahr
wiederholt nach Trends im historischen Roman gefragt wurde: Folgt kei-
nen Trends! Derzeit boomen Mittelalterromane, die in Deutschland spie-
len, und Hebammen oder Nonnen kommen auch gut an. Wer sich aber jetzt
entschließt, einen solchen Roman zu schreiben, dem kann es passieren,
dass der Markt gesättigt ist, wenn das Manuskript fertig ist und er
sich auf Verlagssuche begibt.
Gerade wenn man seinen ersten Roman schreiben möchte, rate ich, dass
man über das schreibt, was einem nicht nur am Herzen liegt, sondern
was man auch kennt. Ich glaube, man wird nur historisch schreiben wol-
len, wenn man von der Geschichte etwas Ahnung hat. Wer sich also in
Frankreich zur Zeit der Revolution sehr gut auskennt, der sollte damit
beginnen und sich nicht als Erstling die Römer um Kaiser Nero herum
vornehmen, wenn er von diesem nicht mehr als den Namen weiß.
Recherche ist zeitaufwendig, und man kann sich darin auch verlieren.
Als Autor recherchiert man immer wesentlich mehr als später im Roman
auftaucht. Schlussendlich soll ja ein Unterhaltungsroman und kein Ge-
schichtsbuch dabei herauskommen.
Es sollte immer vor Entwicklung des Exposés eine Grundrecherche erfol-
gen, um festzustellen, ob der geschichtliche Hintergrund wirklich aus-
reicht, den Plot zu tragen. Dann gibt es Autoren, die recherchieren
erst alles, bevor sie auch nur eine Zeile schreiben; andere recher-
chieren an den Stellen, an denen die Recherche nötig ist.
Ich gehöre zu den Zweiten, wobei mein Grundwissen über englische Ge-
schichte recht groß ist, so dass ich im Vorfeld über die Hintergründe
Bescheid weiß.
GN: Vor einigen Jahren hast du dich als Autorin selbständig gemacht.
Was hat dich bewogen, diesen Sprung zu wagen? Hast du dich irgendwie
vorbereitet oder abgesichert? Und wie lebst du inzwischen mit dem Da-
sein als Freiberuflerin?
RM: Ich war als Sachbearbeiterin bei einer gesetzlichen Krankenkasse
beschäftigt, grundsätzlich eine Arbeit, die mir sehr viel Spaß gemacht
hat. Aber die Arbeitsbelastung wurde immer höher. Ein 10-Stunden-Tag
war die Norm. Da ich den ganzen Tag im Büro am PC saß, hatte ich weder
am Abend noch am Wochenende Lust, dies auch zu Hause zu tun. Anderer-
seits wollte ich natürlich weiterhin schreiben, zu dem Zeitpunkt hatte
ich bereits zwei Romane veröffentlicht. Irgendwann stellte ich mir
dann die Frage, ob die Arbeit bei der Krankenkasse wirklich das ist,
was ich bis zur Rente machen möchte. Die Antwort war ein ganz klares
NEIN. Mein Mann gab mir dann den Anstoß, indem er sagte: "Werde doch
Schriftstellerin!", und er sicherte mir seine Unterstützung - mora-
lisch wie auch finanziell - zu. Trotzdem überlegte ich noch ein knap-
pes Jahr, ob ich die ganzen sozialen Sicherheiten, die ich in meinem
Job hatte, wirklich aufgeben wollte, aber dann sagte ich mir, wenn ich
es jetzt, mit Mitte Dreißig, nicht wage, später tue ich es eher weni-
ger. Und so habe ich gekündigt.
Aus meinen bisherigen Veröffentlichungen hatte ich natürlich etwas
"auf der hohen Kante", denn ich musste ja erst wieder etwas produzie-
ren. Ich hatte sehr viel Glück, denn gleich der erste Roman, den ich
als freie Autorin schrieb, wurde von einem Verlag angenommen. Danach
ging es Schlag auf Schlag, ich hatte fortlaufend Verträge, so dass
sich auch die finanzielle Situation recht schnell gefestigt hat.
Heute, nach über sieben Jahren, habe ich keinen Augenblick meine Ent-
scheidung bereut und könnte es mir nicht mehr vorstellen, wieder in
einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten. Obwohl wir Autoren auch an
Termine gebunden sind und oft keinen geregelten Feierabend haben,
möchte ich die Freiheit bei der Gestaltung meines Tagesablaufes nicht
mehr missen.
GN: Gehörst du zu den (wenigen) AutorInnen, die von ihrem Beruf ganz
oder doch zum großen Teil leben können? Wenn ja: Kannst du uns einen
kleinen Einblick geben, wie das bei dir funktioniert?
RM: "Können Sie vom Schreiben leben?" - das ist wohl die Frage, die
jedem Autor, sofern er nicht J. K. Rowling heißt, regelmäßig gestellt
wird. Ich sage dann gerne darauf: "Offenbar, denn ich stehe ja lebend
vor Ihnen, oder?" ... lächel ...
Nein, im Ernst, es kommt darauf an, was man unter Leben versteht bzw.
welche Ansprüche man hat. Eine ledige Mutter mit vier Kindern, die bei
einem Discounter an der Kasse arbeitet, verdient gewiss nicht viel,
aber auch sie überlebt, allerdings auf einem anderem Lebensstandard
als zum Beispiel ein Star-Schönheitschirurg oder ein Manager einer
großen Bank.
Besonders in den ersten Jahren musste ich ein paar Abstriche machen,
z. B. in puncto Kleidung, aber für meinen PC daheim brauche ich auch
keine Designer-Klamotten. Für die wenigen Fahrten, die jetzt bei mir
anfallen, verwende ich ein kleines, älteres Auto - früher fuhr ich
Sportcabrios. Auch flog ich früher einfach mal für zwei, drei Tage zum
Shoppen nach London, das ist jetzt nicht mehr drin. Nur beim Urlaub
mache ich keine Abstriche, wobei meine Aufenthalte in England auch im-
mer der Recherche dienen und nicht nur rein zur Erholung sind. Ich
führe kein Luxusleben, aber ich nage auch nicht am Hungertuch.
GN: Du bist nicht nur Gründungsmitglied und Präsidentin der Vereini-
gung deutschsprachiger Liebesroman-Autorinnen und -Autoren, DeLiA,
sondern auch Mitglied beim Autorenkreis Historischer Roman, "Quo Va-
dis" und im Verband deutscher Schriftsteller. Was bedeuten Autorenver-
einigungen generell für dich, und was bringt dir jede einzelne von den
eben genannten im Besonderen?
RM: Seit meiner Berufsausbildung habe ich immer mit Kollegen zusammen-
gearbeitet. Ich bin ein sehr offener Mensch, der Kontakt zu anderen
sucht und braucht. Die Arbeit als Autorin bedeutet doch in erster Li-
nie das Sitzen im eigenen Kämmerchen ohne Kontakt zur Außenwelt. Darum
suchte ich bald Kontakt zu Gleichgesinnten. Es ist für mich motivie-
rend, zu erfahren, dass andere Autoren gleiche Problemchen, Sorgen,
Nöten, aber auch Freuden haben und wie sie damit umgehen. Durch die
modernen Kommunikationsmöglichkeiten wie Internet und Mail sind Kon-
takte auf der ganzen Welt möglich. Besonders bei DeLiA ist es oft so,
als säßen wir alle zusammen um einen großen Tisch, tränken Kaffee und
plauderten über alles, das uns bewegt. Das sind bei DeLiA nicht immer
berufliche Themen, sondern durchaus auch mal Gartenarbeit, Kinderer-
ziehung, Rezeptvorschläge usw.
Beim VS schätze ich den Rechtsbeistand, den man als Mitglied bei Be-
darf erhält, und die angebotenen Seminare, die ich gerne nutze.
Bei Quo Vadis bin ich eher ein stilles Mitglied, was aber in erster
Linie an mangelnder Zeit liegt, denn gerade der Posten als Sprecherin
bei DeLiA erfordert doch einen recht hohen Zeitaufwand.
GN: Was würdest du denjenigen raten, die selbst eine Autorenvereini-
gung gründen wollen? Welche Fehler sollten sie unbedingt vermeiden,
worauf sollten sie achten?
RM: Oh, das ist gar nicht so leicht zu sagen ... DeLiA ist ja vor Jah-
ren hauptsächlich aus Autorinnen entstanden, die sich bereits vorher -
zumindest per Mail - kannten und austauschten. Wichtig ist, dass man
eben solche KollegInnen findet, die die gleichen Vorstellungen und
Ziele haben, die die Vereinigung dann vertreten soll.
GN: Noch einmal zu DeLiA: Worum geht es euch, und was tut ihr konkret?
Und was erwartet AutorInnen, die sich euch anschließen möchten?
RM: Bei DeLiA treffen deutschsprachige AutorInnen von Liebesromanen
zusammen, wobei der Begriff "Liebesroman" weit gefasst ist. Im eng-
lischsprachigen Raum ist der Liebesroman schon längst eine anerkannte
Literaturgattung, die sich großer Beliebtheit erfreut. Beliebt sind
LiRos auch in Deutschland, sie werden aber immer noch gerne in die
Schublade "trivial" gesteckt. Die Vielfältigkeit der bei DeLiA vertre-
tenen AutorInnen beweist, dass dies nicht angemessen ist. Durch die
Verleihung der "Delia" - einen Preis für den besten Liebesroman des
Vorjahres, der 2007 bereits zum vierten Mal vergeben wurde - zeigt De-
LiA, dass Liebesgeschichten in beinahe jedem belletristischen Werk
vorhanden sind. War nicht "Romeo und Julia" einer der ersten LiRos der
Welt?
Die Mitglieder von DeLiA tauschen sich in erster Linie untereinander
über Vielfältiges aus. Durch unsere Jahrestreffen, die jedes Jahr in
einer anderen Stadt im deutschsprachigen Raum stattfinden, und die
Verleihung des Literaturpreises gehen wir auf die Leser zu und präsen-
tieren an diesen Tagen ein buntes Programm mit Workshops und Lesungen
quer durch die Arbeit der Mitglieder. AutorInnen, die zu uns kommen
möchten, erwartet in erster Linie ein reger Mailaustausch über viel-
fältige Themen, wie bereits oben erwähnt. Die genauen Ziele von DeLiA,
die Aufnahmekriterien und was DeLiA im Einzelnen bietet, finden sich
auf der Homepage: http://www.delia-online.de.
GN: Ich weiß, dass der Turniertanz in deinem Leben eine große Rolle
spielt. Was kannst du dabei fürs Schreiben lernen?
RM: Der Turniertanz und das Schreiben haben sehr viele Parallelen: Bei
beiden ist ein gewisses Talent Voraussetzung, aber dies macht nur ma-
ximal 50 Prozent des Erfolges aus. Der Rest ist Ausdauer, kontinuier-
liches Training und gute Nerven. Man darf sich nie auf seinen Erfolgen
ausruhen, und man muss immer am Ball bleiben.
Oft kommt es beim Tanzen vor, dass man sich anstrengt und sein Bestes
gibt, trotzdem wird ein anderes Paar besser bewertet, obwohl man
meint, man selbst wäre besser. So ist es beim Schreiben auch: Romane
werden zu Bestsellern, die man selbst gar nicht gut findet oder von
denen man sogar meint, das eigene Werk wäre besser. Damit muss man um-
gehen gönnen, wenn nicht, sollte man weder Turniere tanzen noch Bücher
schreiben. Beides wird von Menschen beurteilt, und eine Wertung kann
niemals völlig objektiv sein, denn Geschmäcker sind eben verschieden.
Natürlich gibt es gewisse Grundvoraussetzungen, die ein Tänzer und ein
gutes Buch erfüllen müssen, aber schlussendlich entscheidet über einen
vorderen Platz der persönliche Geschmack des Wertungsrichters bzw. der
Leser.
GN: Hast du noch einen letzten Tipp für angehende AutorInnen?
RM: Schreibt, was euch am Herzen liegt, und schreibt immer weiter,
auch wenn am Anfang vielleicht kein Verlag euer Manuskript möchte. Mit
jedem Werk, das ihr verfasst, werdet ihr besser und findet zu einem
eigenem, persönlichen Stil.
Versucht nicht, irgendwelchen Trends zu folgen oder erfolgreiche Auto-
ren zu kopieren. Und seid offen für Kritik, sofern sie objektiv ist
und von Leuten kommt, die etwas von der Materie verstehen. Lasst euch
nicht von Lobeshymnen aus dem Verwandten-/Freundeskreis blenden, die
selten objektiv sein werden, sondern steht euren Texten stets kritisch
gegenüber.
Vor ein paar Jahren bat mich der Bekannte eines Freundes, sein Manu-
skript anzusehen, bevor er es an Verlage schicken wollte. Ich brauchte
gar nicht erst den Inhalt zu lesen, denn der Text war doppelseitig in
kleiner Schrift, ohne Zeilenabstand und mit kaum Rand verfasst. Ich
gab ihm den Tipp, als Erstes den Text in eine Normseite zu bringen,
sonst würde kein Verlag auch nur einen Blick darauf werfen. Daraufhin
war er beleidigt und meinte, er hätte die Zeit nicht dafür, außerdem
wäre der Inhalt so gut, dass die Form wohl gleichgültig wäre. Das Ma-
nuskript hat bis heute keinen Verlag gefunden ...
GN: Herzlichen Dank für das Interview! - Und wer mehr über Rebecca Mi-
chéle wissen möchte, sollte auf ihrer Homepage vorbeischauen:
http://www.rebecca-michele.de.
RM: Auch von mir einen herzlichen Dank für das schöne Interview und
ebenfalls danke an die ganze Redaktion des Autorenforums, denn das Er-
scheinen des Tempest ist für mich jedes Mal ein Highlight in meinem
Arbeitsleben. Macht einfach weiter so!
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ERFAHRUNGSBERICHT:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Ein Tempest-Buch"
von Sylvia Görnert-Stuckmann
Sylvia Stuckmann: "Kaja in der Außenwelt", Fischer Schatzinsel 2007,
Jugendbuch
Zu diesem Buch möchte ich eine Geschichte loswerden, denn "Kaja in der
Außenwelt" ist eigentlich ein echtes Tempest-Buch. Wieso? Weil eigent-
lich alles daran mit dem Tempest zu tun hat.
Fangen wir an mit der Planung: Als fleißige Tempest-Leserin beschloss
ich eines Tages, mir die (wieder einmal) besprochenen Bücher "Wie man
einen verdammt guten Roman schreibt I" von James N. Frey und "Über das
Schreiben" von Stephen King zu kaufen. Nur so, aus reiner Neugier na-
türlich. Und weil ich ausnahmsweise gerade mal keine Idee hatte, wor-
über ich schreiben wollte.
King und Frey
Bei King faszinierte mich, dass er zwei Ideen nimmt, die eigentlich
gar nichts mit einander zu tun haben, und sie in Zusammenhang bringt.
Alles andere ist dann Logik, sagt er.
Bei Frey fand ich die Idee äußerst animierend, dass man sich VOR dem
eigentlichen Schreiben näher mit seinen handelnden Personen bekannt
machen sollte. Interviews mit ihnen zum Beispiel oder einen Lebenslauf
erstellen - etwas, worauf ich bisher nie gekommen wäre, ließ ich mich
doch bis dahin von den Personen in den Geschichten herumführen und
harrte erstaunt der Dinge, die da so kamen.
Ich nahm die beiden ersten Nachrichtenmeldungen, die ich an diesem Tag
bewusst wahrnahm, und probierte es aus. Die eine handelte von Diktatu-
ren, in denen wenig regimetreuen Bürgern auch schon mal die Kinder
weggenommen und von anderen, braven Bürgern aufgezogen wurden. Die
zweite betraf China: Dort war ein besonderes Trainings- und Förderpro-
gramm für Babys entwickelt worden, das die Kapazitäten ihrer winzigen
Gehirne durch Stimulation erheblich steigern sollte. Nun nahm ich noch
ein dreizehnjähriges Mädchen dazu und stellte mir vor, wie sie sich
wohl in einer Welt arrangieren würde, die nach den o. g. Prinzipien
organisiert war - und hatte plötzlich eine Story.
Fiktive Interviews - und Fragen über Fragen
Aber nein, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit fing ich nicht gleich
an zu schreiben, sondern versuchte vielmehr, durch Gespräche und fik-
tive Interviews mehr über sie zu erfahren. Kaja - so nannte ich meine
Hauptdarstellerin - sah natürlich anders aus als die jungen Leute von
heute; Makeup, Kleidung, Haare, alles wollte erfunden und beschrieben
werden. Und dann der Tagesablauf: Was spielen Mädchen in einer mögli-
chen Zukunft in 100 Jahren? Womit vertreiben sie sich die Zeit, was
lernen sie, und wonach suchen sie ihre Freunde aus?
Kaja bekam eine Familie, Freunde, einen Lebenslauf, eine Gegenwart.
Ich bat besonders gute Freunde, mir Fragen an das Mädchen, seine El-
tern oder Lehrer aufzuschreiben, die ich dann beantworten konnte. Ha-
ben die Mädchen in 100 Jahren noch Kuscheltiere?, fragte eine Freundin
mich. Und: Lernen sie noch kochen? Wie ernährt man sich dann, wo wohnt
man, und wie ist das mit der Energie?
Fragen über Fragen, die bald aus dem familiären Kontext heraus auch
Politik, Kultur und Umweltthemen erfassten. Und je mehr ich über Kajas
Umfeld erfuhr, umso eher konnte ich mir vorstellen, wie ein selbstbe-
wusster und rebellischer Geist wie sie sich wohl dort fügen würde:
nicht wirklich, nur scheinbar und nur partiell.
Irgendwann ließ sich das Schreiben nicht mehr unterdrücken, und ich
begann die Arbeit an dem Roman.
Die Suche nach einem Verlag
Als er fertig war, begann das große Fragen: Welcher Verlag würde wohl
einer bislang wenig bekannten Autorin eine Chance geben? Immerhin, ich
hatte meine ersten Sachbücher bereits veröffentlicht - aber ein Ju-
gendroman?
Ich versuchte es trotzdem und bekam gute Kritiken: Eine gute Geschich-
te, hieß es, spannend und realistisch, es sei eigentlich alles in Ord-
nung. Nur, leider, ich hätte halt in diesem Genre noch nichts veröf-
fentlicht, und deshalb. Eine Lektorin erzählte mir, dass sie leider
gerade vor einem halben Jahr ein Manuskript zu einem ähnlichen Thema
genommen hatten und sich natürlich nicht mit einem weiteren selbst
Konkurrenz machen würden.
Statt aufzugeben nahm ich eine weitere Anregung des Tempest auf und
versuchte es weiter. Die wenigsten Autoren oder Themen passen wirklich
"ins Programm", hieß es da einmal, sie müssten nur durch puren Zufall
ausgerechnet an den Lektor geraten, der das Besondere daran sehen
kann.
Also gut, weiter suchen. Schließlich fand ich im Fischer-Verlag eine
junge Lektorin, der Kaja gerade deshalb so gut gefiel, weil sie anders
war als die anderen Bücher, frisch und ungewöhnlich. Nach einiger Zeit
stand fest: "Kaja in der Außenwelt" wird veröffentlicht, in der Reihe
Schatzinsel. Und ich hatte meine erste Veröffentlichung im Jugendbuch-
bereich.
Noch mehr Fragen!
Es kam der Tag, an dem tatsächlich mein erster Jugendbuch-Vertrag ins
Haus flatterte. Doch in die Freude mischte sich auch Respekt und sogar
ein bisschen Sorge: Er unterschied sich in einigen Details erheblich
von den Verträgen, die ich aus dem Sachbuchbereich kannte. Und es gab
auch einen Punkt, der sich gar nicht vorteilhaft anhörte.
Das Internet gab nicht viel her, und die Zeit drängte. Also musste
wieder einmal der Tempest herhalten: Dringend eilige Not-Mail. Wie
soll ich diese Stelle verstehen, wie jene? Klingt es allzu dreist,
wenn ich etwas nicht oder anders will? Man antwortete prompt und
wischte alle Sorgen weg: Mach dir keine Gedanken, die Stellen sind Be-
standteil des Normvertrags, und manches kann einfach gestrichen wer-
den. No problem!
Also gut, Vertrag noch einmal in Ruhe gelesen, mit dem Verlag telefo-
niert, und schon war alles in Butter. Man muss halt nur wissen, wen
man fragt!
Moral?
Und die Moral von der Geschichte? Lasst den Kopf nicht hängen, und
versucht es weiter. Irgendwann kann plötzlich jemand auf der Bildflä-
che erscheinen, der eine Geschichte gerade deswegen gut findet, weil
sie so ist, wie sie ist.
Ich möchte mich an dieser Stelle einfach einmal beim Tempest-Team für
die vielen guten Ratschläge bedanken, die ich im Laufe der letzten
Jahre bekommen habe. Ohne euch hätte ich schon so manches Mal aufgege-
ben und verzweifelt die große Schublade mit Ideen, angefangenen und
manchmal auch vollendeten Geschichten geschlossen. Doch nun ist ein
Punkt erreicht, an dem ich weiter machen kann - und werde. Zwei weite-
re Romane liegen derzeit zur Prüfung im Lektorat, die nächsten beiden
Ideen sind vorbereitet und warten auf ein bisschen Zeit, um aufge-
schrieben zu werden.
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Sylvia Görnert-Stuckmann arbeitet als Sozialpädagogin im Krankenhaus
und unterrichtet an der dortigen Krankenpflegeschule in den Fächern
Psychologie, Soziologie, Pädagogik und Gesprächsführung. Nebenberuf-
lich ist sie Autorin und veröffentlichte bereits mehrere Sachbücher.
Im Februar erschien unter "Sylvia Stuckmann" ihr erstes Jugendbuch,
weitere sollen folgen. Mehr dazu unter www.buchschmiede.de
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HILKES KLEINES HORRORLEBEN:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
Die Auftragslage ist moderato, der Sommer ist moderato, und passend
dazu ist auch der Horror moderato. Nur der Autor ist nicht moderato,
er vibriert. In diesem Sommer soll er nämlich nicht nach Italien oder
an die Nordsee fahren. Er hat keine Zeit. Und irgendwie auch kein Zu-
hause mehr, von dem man aufbrechen und in das man zurückkehren könnte.
Das liegt daran, dass der Autor eingepackt und wieder ausgepackt wor-
den ist, komplett mit allem.
Sorry, Leute, es ist bereits so weit mit mir gekommen, dass ich schon
von mir in der dritten Person schreiben muss, so als könne man mich
bei Manufactum bestellen. Das fehlte gerade noch. Ich bin nämlich nur
umgezogen.
Der Umzugsunternehmer K. war in den vergangenen 31 Jahren (!) die ein-
zige Konstante in meinem Leben, dieses hier ist Umzug Nummer acht mit
ihm. Man kennt sich und kennt sich zugleich nicht, insofern ist das
wie mit einem Lektor. Eine brisante und auswegslose Dauer-Beziehung,
die intim ist und distanziert zugleich. (Oder es liegt wieder alles an
mir, kann ja auch sein.) Als ich Herrn K. im Mai anrufe und meinen Na-
men nenne, schweigt er kurz. Dann sagt er vorwurfsvoll: "Natürlich. Da
geht das Gewürge also schon wieder los." Das ist doch mal eine Begrü-
ßung.
Wenn man mich früher mal gefragt hätte, welchen Namenszusatz ich gern
hätte, dann hätte ich sicher geantwortet: keinen, ich möchte auch so
berühmt sein, quasi pur. Wenn man aber unbedingt einen hätte nehmen
müssen, so wie einen Grabstein, an dem ja sprachlich auch keiner vor-
bei kommt, dann hätte ich vielleicht "Buch" genommen. "Buch-
Rosenboom", na ja, geht doch, oder? Meine zweite Wahl wäre gefallen
auf Einpark-Rosenboom. Ich parke super ein, und ich kann auch als Bei-
fahrerin immer präzise sagen, wie man noch besser und schneller hätte
einparken können. Ich kann sogar links herum rückwärts den Hang hoch.
Das aber nur nebenbei. Mein Vater sagt immer, es liegt daran, dass ich
als Kind einen von ihm selbst gebauten Bollerwagen hatte und seither
multidimensional denke. Ich glaube aber, es liegt eher an meinem Blon-
dinenpuffer, von der Autofirma auch gern mal "park distance control"
genannt. Also, Einpark-Rosenboom, ja
, doch, das ginge eventuell
auch! Bei der Firma K. habe ich den Spitznamen "Klavier-Rosenboom",
weil mein dicker Blüthner überhaupt nur acht Mal in dieser üblen Ge-
wichtsklasse hergestellt worden ist. Danach stellte sich wohl heraus,
dass man mit diesem Teil nur eines machen kann: daheim in Leipzig
bleiben (wo Blüthi gebaut wurde) und sein Lebtag nicht mehr wegziehen,
ganz so, so als sei man dort eingemauert. (hoppla!)
Das Schlimme an mir, sagt Firma K., sind nicht meine vielen Bücher,
zumal es ja sooo viele gar nicht seien. ("Was machen Sie eigentlich
beruflich?" - "Ich bin Schriftstellerin!", rufe ich dem Möbelpacker
hinterher. Er hatte ja gefragt. Meine Worte hallen durch den Flur. Die
Lehrerin von gegenüber öffnet daher ihre Wohnungstür, um mir zu zei-
gen, wie sie den Kopf schüttelt. Dann schließt sie sie wieder. So eine
Geräuschlosigkeit bekommt man als normaler Mensch gar nicht hin, nicht
mit Klavier und nicht mal ohne.) Das Schlimme an mir, sagt Herr K.,
ist nicht einmal Blüthi, das Schlimme ist, dass ich bislang immer vom
dritten in den vierten Stock oder vom vierten in den dritten Stück ge-
zogen bin, und zwar nicht im gleichen Haus. Gibt es nicht auch schöne
Parterrewohnungen? Sind mir wohl nicht gut genug, was? Angst, dass ei-
ner einsteigt, oder? Harhar. Und wenn ein Gebäude mal einen Fahrstuhl
hatte, sagt Herr K., dann ist er entweder kaputt (das war nur einmal),
oder Blüthi ist zu schwer für den Fahrstuhl. Jetzt aber habe ich mir
wohl eine neue Variante ausgedacht, sagt Herr K., Wohnung mit Fahr-
stuhl, Neubau, Fahrstuhl trägt auch größte Gewichte, aber Blüthi passt
nicht rein. Kreisch! Nicht einmal hochkant. Als ich sehe, wie sie es
versuchen, vibriere ich schon wieder.
Firma K. hat Verstärkung angefordert, jetzt sind sie zu siebt. "Seit
wann spielen Sie Klavier?", fragt einer der Möbelpacker. Das Klavier
steht mitten im Hausflur. Der Apotheker aus dem Parterre ist quasi
eingemauert. Nur, dass er das nicht merken wird. Weiter geht es jetzt
nicht. Sie atmen alle schwer. Was glaubt der Möbelpacker? Dass ich
jetzt sage, ach, erst seit kurzem, und dass das Klavier dann da stehen
bleiben kann?
"Ich spiele überhaupt nicht", antworte ich. (Diesen Dialog hatten wir
schon sieben Mal, aber ich wollte ja aufhören, mich über Deja-vù-
Erlebnisse aufzuregen.)
Die Packer schweigen. Draußen ist es heiß. Die Luft steht nur so. Ei-
nige sind an den Armen tätowiert.
"Sie hat ja auch kaum Bücher", sagt einer der älteren Möbelpacker. "A-
ber sie ist trotzdem Schriftstellerin."
Alles grübelt.
Dann sagt einer der Männer die erlösenden Worte: "Ach so."
Eigentlich ist ein Umzug nicht so schlimm. Vielleicht könnte ich dem-
nächst auch einmal in eine ganz andere Stadt ziehen. Venedig wäre gut.
Die Firma K. ist neuerdings auch international tätig.
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Hilke Rosenboom arbeitet 15 Jahre lang als Reporterin für den Stern,
bevor sie plötzlich kündigt und beginnt Romane zu schreiben. Ihre Bü-
cher erscheinen heute bei Carlsen, Hanser und Randomhouse, und haben
bereits Kultstatus wie "Ein Pferd namens Milchmann" (2005). In diesem
Augenblick erscheint "Hund Müller" (Carlsen), und im September gibt es
einen neuen Abenteuerroman für Mädchen: "Die Teeprinzessin", bei Ran-
domhouse.
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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -
keine Manuskripte zur Beurteilung.
Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.
Drehbuch: Oliver Pautsch
drehbuch at experte pt autorenforum pt de
Fandom: Thomas Kohlschmidt
fandom at experte pt autorenforum pt de
Fantasy: Stefanie Bense
fantasy at experte pt autorenforum pt de
Heftroman: Arndt Ellmer
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Historischer Roman: Titus Müller
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Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik
kinderbuch at experte pt autorenforum pt de
Lesungen: Rüdiger Heins
lesungen at experte pt autorenforum pt de
Lyrik: Martina Weber
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Sachbuch: Gabi Neumayer
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Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss
fortbildung at experte pt autorenforum pt de
Schreibgruppen: Ute Hacker
schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de
Schreibhandwerk: Ute Hacker
schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de
Sciencefiction: Andreas Eschbach
sf-autor at experte pt autorenforum pt de
Technik (physikalisch!): Woldemar Schilgen
technik at experte pt autorenforum pt de
Übersetzung: Barbara Slawig
uebersetzerin at experte pt autorenforum pt de
Verlagswesen: Bjørn Jagnow
verlagswesen at experte pt autorenforum pt de
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Experten-Special:
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Björn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den Themen Ur-
heberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten sieben Jahre ge-
sammelt und stellt sie euch jetzt als kostenloses PDF zur Verfügung.
Das Tolle daran: Die Fragen sind nun thematisch geordnet, das elektro-
nische Format erlaubt eine schnelle Volltextsuche - und Björn hat au-
ßerdem alle Antworten überarbeitet und aktualisiert. Ob ihr Infos
sucht zu Ausfallhonorar, Book on demand, Buchpreisbindung, Druckkos-
tenzuschussverlag, Exposé, Honorar, ISBN, Leseprobe, Nebenrechte,
Plagiat, Titelschutz, Verlagsgründung, Zitat oder ... Hier werdet ihr
fündig: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0062-tempest1-9.
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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Bjørn Jagnow (verlagswesen at experte pt autorenforum pt de)
Frage:
Ich habe mit dem Verlag [...] einen Vertrag für die Veröffentlichung
meines Erstlingswerkes abgeschlossen [...]. Laut Vertrag wurde mir die
Veröffentlichung meines Buches für April 2007 zugesagt. Bis heute habe
ich [erst wenige Seiten] zur Korrektur erhalten, und die Veröffentli-
chung verzögert sich dadurch um vielleicht 6 - 8 Monate. Die Begrün-
dung: Man wäre zurzeit mit den Korrekturen für Manuskripte beschäf-
tigt, die in der nächsten Zeit zum Druck kommen sollten. Um mein Manu-
skript würde man sich danach verstärkt im Herbst kümmern.
Können Sie mir bestätigen, dass dies eine korrekte Vorgehensweise ist?
Kennen Sie diesen Verlag? Wenn ja, welchen Ruf hat dieses Unternehmen?
Antwort:
Im engeren Sinne korrekt ist dieses Vorgehen nicht. Denn wenn im Ver-
trag zugesagt wurde, dass die Veröffentlichung im April stattfindet,
dann muss das (eigentlich) auch eingehalten werden.
Nun ist es aber nicht unüblich, dass bei solchen Terminen steht "soll
im April 2007 erscheinen". "soll" bedeutet, dass es keine Pflicht ist.
Verpflichtende Formulierungen sind "muss im April 2007 erscheinen",
"wird im April 2007 erscheinen" oder "erscheint im April 2007". Aber
selbst wenn der Termin tatsächlich verpflichtend vereinbart wurde, ist
das Buch nun mal trotzdem nicht im April erschienen. Die Frage ist nun
also, was tun.
In beiden Fällen (soll / muss) würde ich schriftlich eine Nachfrist
setzen, z. B. indem ich mitteile, dass ich das verzögerte Erscheinen
akzeptiere, allerdings auf einer Veröffentlichung bis spätestens Ende
2007 bestehe - andernfalls würde ich vom Vertrag zurücktreten. (Was
bedeutet, dass ich mir einen anderen Verlag suchen muss.)
Wenn die erneute Verlagssuche für Sie nicht in Frage kommt, dürfen Sie
solche Fristen natürlich nicht setzen. Es gibt nichts Blamableres, als
ein Ultimatum zu setzen, dass man dann nicht einhält. Sie können aber
natürlich auch eine längere Frist setzen (z. B. April 2008), nach der
Sie dann keine Lust mehr auf diesen Verlag haben.
Eine Beurteilung des Verlages kann ich Ihnen nicht geben. Zum einen
ist er mir nicht persönlich bekannt. Zum anderen würde ich dann ja nur
eine individuelle Erfahrung beurteilen können und nicht das generelle
Verhalten dieses Verlags. Und schließlich darf ich solche Beurteilun-
gen schon aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht abgeben.
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Bjørn Jagnow ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, Verlagskaufmann,
Buchhändler und freier Lektor. Sein Fantasy-Thriller "Wilde Jagd" ist
jetzt gedruckt (http://www.bjoernjagnow.de/) und als kostenloses PDF
lieferbar (http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0062-wildejagd1-8).
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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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Stefanie Bense (fantasy at experte pt autorenforum pt de)
Frage:
Ich habe angefangen, eine Geschichte über Elfen verschiedener Arten zu
schreiben. Die Geschichte soll für ca 12-14-Jährige sein. Sollte ich
mir einen Verlag suchen, der Fantasiegeschichten verlegt, oder bin ich
besser bei einem aufgehoben, der Kinderbücher verlegt?
Antwort:
Ich bin keine Expertin für das Verlagswesen, aber ich versuche mal vom
schriftstellerischen und publikumsorientierten Aspekt deiner Frage her
zu antworten.
Verlage und Jugendliche (die 12-14-Jährigen gehören nicht mehr zu den
Kindern, soweit es das Lesepublikum betrifft) haben durchaus unter-
schiedliche Ansichten, was für sie als "Lesefutter" passend ist und
was nicht.
Leider schreibst du nur von einem Settingpunkt in deiner Geschichte
(Roman? Kurzgeschichte? Novelle?): den Elfen. Eine Elfengeschichte
kann jedoch sehr viele Formen annehmen: als romantische Idylle, als
düsterer Horror, als Abenteuer, als Rätselgeschichte ... Und die Story
kann anspruchsvoll oder schlicht formuliert, kompliziert oder leicht
durchschaubar aufgebaut sein. Je nachdem, wie du die Elfengeschichte
auslegst, wird sie auch als Lesefutter für Jugendliche akzeptiert oder
eben nicht.
Du kannst z. B. eine "Umfrage" starten (vielleicht, bevor du deine
Story schreibst). Befrage Jugendliche im Zielgruppenalter: "Wie müsste
eine Elfengeschichte aussehen, damit ihr sie gerne lest? Was würdet
ihr gern über Elfen lesen? Habt ihr letztens eine Story gelesen, die
euch so richtig gefallen hat? Falls ja, wie hieß sie?" Dann schreibst
du deine Geschichte, so wie sie die Jugendlichen gerne hätten.
Dann geh in die Buchhandlungen und Stadtbüchereien, und stöbere in den
Jugend- und Erwachsenen-Fantasy-Bereichen. Wie unterscheiden sich ähn-
liche Geschichten in Aufbau, Ton, Atmosphäre und Figurenführung, wenn
sie auf erwachsene oder jugendliche Leser/innen zielen?
Oder schreib deine Geschichte, so wie du sie gern hättest, und dann
such dir ein altersmäßig breit gestreutes Erstlesepublikum. Frag dein
Publikum, wie gut es mit deiner Geschichte zurechtkam, was gefiel und
was nicht, wo Verständnis- oder Spannungsprobleme auftraten.
Solche "Umfragen" und Konkurrenzanalysen in Buchhandlungen kannst du
zudem als Verkaufsargument gegenüber den Verlagen nutzen: "Nach einer
Umfrage an der XY-Schule und im Leseclub 'Schockier die Eltern - lies
ein Buch!' unter 12-14-Jährigen möchten sie gern eine spannende Elfen-
geschichte ohne Rollenklischees, dafür mit viel Action und Abenteuer
lesen. Meine Geschichte bietet Abenteuer, Elfen, wie man sie nicht
kennt, und ..."
Welcher Verlag letztendlich der beste für deine Story ist, kann nie-
mand beurteilen, außer vielleicht du selbst. Dazu sieh dir die Ver-
lagsprogramme (Internet oder Prospekte) jener Verlage an, bei denen du
gern veröffentlichen würdest. Manche - wie Ueberreuter - weisen extra
eine Fantasy-Jugendsparte aus, andere haben eigene Jugendbuchreihen,
wieder andere packen Fantasy unter Fantasy, egal, wer das liest. Frag
dich, in welchem Verlagsprogramm deine Story am besten aufgehoben wäre
und warum Verkaufsargumente!). Dort bietest du sie an.
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Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib-
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem
ersten Roman. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. .
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR KINDERBUCH:
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Michael Borlik (kinderbuch at experte pt autorenforum pt de)
Frage:
Als ich kürzlich das Web durchsurfte, fand ich eine Phrase, dass ein
Kinder-/Jugendbuchautor vor dem Problem stünde, "den Widerspruch, dass
Sie für ein kindliches Publikum schreiben, zugleich aber auch den Ge-
schmack der Eltern treffen müssen, die für ihre Kinder die Bücher aus-
wählen", lösen zu müssen.
Wie löst man dieses Problem eigentlich? Auf der einen Seite schreibt
man natürlich für das Kind oder den Jugendlichen. Aber auf der anderen
Seite werden diese Bücher ja oftmals von Eltern, Erziehern etc. ausge-
wählt; und die Kritiken, die ja auch für den Verkauf wichtig sein kön-
nen, werden ja auch von Erwachsenen geschrieben. Wie erstellt man also
einen Text, der sowohl bei Kindern/Teens als auch bei Erwachsenen an-
kommt?
Anwort:
Ein solches "Rezept" gibt es nicht. Aus meiner Sicht ist das auch
nicht nötig.
Wenn Sie ein Buch schreiben, sollte es sich stets an Ihr Zielpublikum
richten. Eltern, Großeltern etc. mögen die Bücher zwar kaufen, in der
Regel aber nur deshalb, weil sie auf der Weihnachts- oder Geburtstags-
wunschliste der Kinder oder Enkelkinder stehen. Und darauf schafft es
ein Buch nur, wenn es bei den eigentlichen Lesern, den Kindern und Ju-
gendlichen, gut ankommt.
Natürlich werden Kritiken von Kinderbüchern fast immer von Erwachsenen
erstellt, aber das Kriterium, nach dem Kinder und Erwachsene ein Buch
beurteilen, ist letztlich das gleiche: Spannung. Darauf sollten Sie
beim Schreiben achten.
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Michael Borlik, 1975 geboren, machte 1995 sein Abitur und ging an-
schließend in eine kaufmännische Ausbildung, die er 1998 erfolgreich
abschloss. Seit 2001 erfolgte eine Reihe von Veröffentlichungen. Über-
wiegend schreibt er Kinder- und Jugendbücher, die u. a. bei Ueberreu-
ter, Thienemann und Arena erscheinen. Seit Sommer 2005 ist er freier
Schriftsteller. Mehr Infos unter http://www.borlik.de.
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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn-
ter Mail kommt!
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Einsendeformalien:
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rück-
sprache - erwünscht. Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt
werden. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.
Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:
beitrag at team pt autorenforum pt de.
Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse
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I M P R E S S U M
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Herausgeber:
Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de
Gabi Neumayer redaktion at team pt autorenforum pt de
Stefan Schulz webmaster at autorenforum pt de
Thomas Roth-Berghofer
Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum pt de
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