Editorial
Hall of Fame
Neues aus der Buchszene
Praxistipp
„Mach deine Ideen sichtbar“
von Klaus Eckardt
Autorenwissen
„Mit Science Spannung erzeugen‟
von Hans Peter Roentgen
Buchbesprechung
„Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u. v. m.‟ von Jurenka Jurk
besprochen von Gabi Neumayer
Impressum
Liebe Autor*innen,
wie verpackt man Wissenschaft spannend in einem Science-Thriller? Das zeigt uns Hans Peter Roentgen anhand eines Romanauszugs.
Und wie können Bestseller-Autor*innen helfen, die ideale Arbeitsweise für uns selbst zu entwickeln? Das erfahrt ihr in dem Buch, das ich diesmal für euch bespreche.
Darüber hinaus empfiehlt Klaus Eckardt in seinem Praxistipp das Mindmappen, und Ramona Roth-Berghofer schüttet wieder ein Füllhorn mit lesenswerten Netzartikeln über uns aus.
Zitat des Monats, diesmal von Jason E. Hodges:
Becoming a writer does not mean words will suddenly flow with perfection from your pen. It takes hard work, rejection, and the willingness to lay everything inside you out for the world to see.
Viel Spaß mit dem Februar-Tempest, und bitte nehmt euch kurz Zeit, um uns zu unterstützen! (Alle Infos dazu findet ihr wenige Zentimeter weiter unten, unterm Editorial.)
Gabi Neumayer
Chefredakteurin
~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto:
Susanne Schloßmacher
Kreissparkasse Köln
BIC: COKSDE33XXX
IBAN: DE23 3705 0299 1142 1761 63
Stichwort: „Beitrag Tempest“
Ihr könnt auch über unsere Website direkt per Paypal überweisen!
Und wer nicht überweisen möchte, kann uns den Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).
ISSN 1439-4669 Copyright 2026 autorenforum.de. Copyright- und Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
INHALT DIESER AUSGABE
TEIL 1
Editorial
Hall of Fame
Neues aus der Buchszene
Praxistipp
„Mach deine Ideen sichtbar“
von Klaus Eckardt
Autorenwissen
„Mit Science Spannung erzeugen‟
von Hans Peter Roentgen
Buchbesprechung
„Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u. v. m.‟ von Jurenka Jurk
besprochen von Gabi Neumayer
Impressum
TEIL 2 (in separater E-Mail, falls ebenfalls abonniert)
Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
HALL OF FAME (
Die „Hall of Fame“ zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest. Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen können.
Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!) nach diesem Schema:
.......
AutorIn: „Titel“, Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-Adresse.
.......
Ein Beispiel (!):
Johanna Ernst: „Der Fall der falschen Meldung“, Hüstel Verlag 2015, Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive Homepage!
.......
Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.
ACHTUNG!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen muss, Lektorat bezahlt o. Ä.
Schickt eure Texte unter dem Betreff „Hall of Fame“ an d
Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten. Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall ist, werden nicht mehr verschickt!
......................................
NEUES AUS DER BUCHSZENE (
Wir leben in turbulenten Zeiten, die Buchbranche ist in Bewegung wie nie zuvor. Ob es nun um KI geht, die zunehmende Digitalisierung des Marktes oder all die neuen Chancen und Möglichkeiten, die sich Verlagsautoren und professionellen Selfpublishern bieten: Eine Nachricht jagt die nächste. Damit ihr den Überblick behaltet und nichts Wichtiges verpasst, fassen wir hier alle interessanten Links zusammen, die uns jeden Monat ins Auge fallen - natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Verlage / Buchmarkt / Buchhandel
Rheinland-Pfalz. Emmelser Buchlädchen hat eröffnet.
Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler: „Neue Leserinnen und Leser begeistern.“
Österreich: Leykam bald ohne Literatur und Kinderbuch.
Interview / Podcast / Artikel
Kleine Verlage in der Krise – warum wird die Luft knapp?
Literaturportal Bayern im Gespräch mit Christoph Heilig (LMU, München)
Literaturszene
BookTok und Bucherfolg – Ist die rosarote Welt bald am Ende?
Neues Magazin „Bookframe“: Warum will Genre immer ins Feuilleton?
Preise / Auszeichnungen
Deutscher Buchhandlungspreis 2025.
Eine Preisverleihung bei Stromausfall und Eiseskälte. Chytomo überreicht Branchenawards in Kyjiw.
Ulrich Blumenbach erhält Voß-Preis für Übersetzung: „Der Marathonläufer seines Berufsstandes.“
KI
Verlangen nach Erotik: Wenn die KI mit dem Urheberrecht kommt.
PRAXISTIPP (
Kurz und knackig: Hier findet ihr Tipps aus jedem Bereich des Schreibens und Veröffentlichens. Teilt eure eigenen Tipps doch auch mit unseren Leser*innen!
„Mach deine Ideen sichtbar‟
von Klaus Eckardt
Mindmaps (zu Deutsch etwa: Gedankenlandkarten) helfen dabei, Gedanken grafisch zu vernetzen, ohne sie von vorneherein zu sehr zu strukturieren.
Ausgehend von einer zentralen Wolke mit der Grundfrage gruppieren sich außen herum die Details, die sich unendlich verzweigen lassen.
Mindmaps kann man von Hand erstellen und dabei auch mit verschiedenen Farben spielen. Es gibt aber auch eine Reihe von Computer-Programmen, mit denen sich Mindmaps erstellen lassen, wie zum Beispiel FreeMind, FreePlane, XMind oder webbasiert unter www.figma.com. Der Vorteil: Du kannst schnell Änderungen vornehmen und die Struktur auch als Textdokument exportieren. Der Nachteil: Da die meisten Leute nur über DIN-A4-Drucker verfügen und auch die Bildschirme oft nicht riesig sind, lassen sich komplexere Mindmaps am Monitor oder im Ausdruck nicht mehr so gut lesen (außer, sie werden in mehreren Teilen gedruckt und dann zusammengeklebt). Einen Artikel dazu findest du auf meiner Webseite www.dein-schreibcoach.de/praxistipps. Ein praktisches Beispiel, wie so eine Mindmap zur Entwicklung einer Geschichte aussehen kann, findest du hier.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Der Tipp stammt aus dem „Einfach-schreiben-Buch“ von Klaus Eckardt (Paperento-Verlag 2025), www.dein-schreibocoach.de.
AUTORENWISSEN (
„Mit Science Spannung erzeugen‟
von Hans Peter Roentgen
Science-Thriller bieten gleichzeitig Thrillerspannung und Wissenschaft. Um die Verbrechen aufzuklären oder zu verhindern, muss man die wissenschaftlichen Hintergründe kennen.
Kathrin Lange und Susanne Thiele haben in „Toxin‟ Bakterien als Hintergrund gewählt, die durch das Auftauen der Permafrosts wieder ans Licht kommen. Sabine Weiß hat sich in „Die Chemie des Verbrechens‟ mit DNA-Tests und deren Problematik beschäftigt.
DNA-Tests kennt doch jeder! Die „Tatort‟ Filme sind voll davon. Das soll spannend sein?
Ist es, weil die Tests längst nicht so einfach sind, wie in Krimis dargestellt. Das ist die wichtigste Anforderung an Science-Thriller: Sie müssen dem Leser etwas Neues bieten, das er nicht kennt. Im Fall der DNA all die Möglichkeiten, mit denen DNA Kriminalbeamte und Leserinnen hinters Licht führen kann. Was halten Sie von folgendem Satz:
„DNA enthält die Erbinformationen. Jeder Mensch hat eine spezifische DNA, die wie ein Fingerabdruck dazu dienen kann, ihn zu identifizieren.‟
Ich finde, mit solchen Sätzen verjagt man Leserinnen. Warum? Weil jeder Thrillerleser das weiß, wir ihn also mit kaltem Kaffee langweilen. Und weil es obendrein statisch ist, eine Lektion des Autors mit erhobenem Zeigefinger. Ein Infodump. - Wie hat Sabine Weiß das gelöst?
Der rote Brei glitschte unter der Plastikfolie. „Feste, du musst feste quetschen. Es dürfen keine Stücke übrig bleiben. Soll ich helfen?‟
„Das kann ich schon!‟ Mit der ganzen Kraft einer Siebenjährigen stützte Jessy sich auf den Gefrierbeutel. Obgleich sie auf einem Hocker stand, reichte Mays alter Kittel, den sie über dem Schlafanzug trug, bis zum Boden; auch die Schutzbrille war zu groß und rutschte ihr immer wieder über die Nase. Aber Jessy liebte es, sich zu verkleiden. Und sie liebte es, zu forschen.
Vermutlich, weil sie schon als Baby so oft mit im Labor war. Sie hat den Forscherdrang mit der Muttermilch eingesogen. Oder liegt es doch in den Genen? May lächelte schläfrig. Genau wie ihre Tochter hatte es sie wieder einmal nicht im Bett gehalten.
Wir erleben eine Siebenjährige sonntags früh beim Mantschen. May, vermutlich die Mutter, animiert sie dazu. Das ist ungewöhnlich. Die meisten Mütter und Väter schreiten ein, „mit Essen spielt man nicht‟, und befürchten, dass es eine Mordssauerei gibt.
Hier nicht. Ungewöhnliches verbunden mit Alltäglichem ist immer ein gutes Mittel, um Spannung und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Warum mantschen die beiden?
Obgleich Sonntag war, hatte es May stattdessen in das Zimmer gezogen, in dem sie ihr Büro eingerichtet hatte. Voller nervöser Hoffnung hatte sie ihr Diensthandy und ihre Geschäftsmails gecheckt. Noch immer keine neuen Anfragen. So langsam musste sie sich etwas einfallen lassen. Ihre finanziellen Rücklagen waren inzwischen mikroskopisch klein, und sogar in den Gesichtern ihrer Lieben las sie die Frage, ob sie nicht vielleicht doch einen Fehler gemacht hatte.
Fahles Licht fiel durch die hohen einfachverglasten Fenster der Altbauwohnung, deren Ritzen sie mit Handtuchrollen abgedichtet hatten. Die Heizung röhrte wie ein altersschwacher Oldtimer, während der Wind das letzte Laub von den Bäumen zerrte und es gegen die Scheiben klatschte. Trotzdem war es gemütlich, fand May.
Die Autorin sagt es nicht. Stattdessen bringt sie etwas Neues ein. Die Mutter hat keine Rücklagen mehr. Kein Wunder, dass die Heizung röhrt wie ein altersschwacher Oldtimer. Hier wird die Situation durch eine Handlung verdeutlicht.
Im Schein der Küchenlampe hielt ihre Tochter inne und schob die Zunge nachdenklich in die Lücke, die ihre ausgefallenen Schneidezähne hinterlassen hatten. Mit den vom Schlaf zerzausten Haaren und den hellroten Spritzern auf dem Kittel sah sie aus wie die Schrumpfversion eines verrückten Professors. Dazu passte, dass um sie verstreut auf der Arbeitsplatte diverse Utensilien lagen.
„Warum müssen wir die leckeren Erdbeeren überhaupt kaputtmachen?‟
Jessy pickte eine Frucht aus dem Schälchen und steckte sie sich in den Mund. Frisch gestärkt matschte sie weiter, ohne die Antwort abzuwarten.
Es werden Erdbeeren zermantscht. Zwischendurch erfahren wir – wieder anschaulich –, wie die Tochter aussieht: wie die Schrumpfversion eines verrückten Professors. Das Kind zermantscht zwar die Erdbeeren, aber will wissen, warum. Wir Leserinnen auch.
„Um die DNA freizusetzen. Beim Zerdrücken zerplatzen die Zellwände und lassen die Bauanleitung für alle Lebewesen frei, die Desoxyribonukleinsäure – wir sagen DNS oder DNA –, und die wolltest du doch sehen‟, erklärte May. Sie war überzeugt davon, dass man Kinder nicht unterschätzen sollte.
Jetzt wissen wir es: Die Zellwände werden zerquetscht, um die DNA freizusetzen. Stolpern Sie hier? Ich auch. DNS sind Moleküle, die kann man doch nicht durch Zerquetschen der Zellwände sichtbar machen? Sehr geschickt wurde ein Rätsel gelöst (Erdbeeren) und ein neues aufgemacht.
Jessy sah sie mit gerunzelter Stirn an. „Was denn nun: S oder A?‟
May lachte. Ihre Tochter hatte einmal wieder den Finger in die Wunde gelegt, denn tatsächlich war die Verwirrung über die abweichenden Bezeichnungen auch bei Erwachsenen groß. „Das A kommt aus der englischen Sprache und steht für 'Acid', also Säure. Weil es bei uns in Deutschland noch einen anderen Begriff gibt, der mit 'DNS' abgekürzt wird, hat man sich darauf geeinigt, auch bei uns DNA zu sagen.‟ Sie schnappte sich ebenfalls eine Erdbeere und biss hinein. Genüsslich schmeckte sie dem fruchtig-süßen Geschmack nach. Es dürfte das letzte Mal in diesem Jahr sein, dass sie frische Erdbeeren gekauft hatte – und das auch nur, weil der Klimawandel die Erntesaison ungewöhnlich verlängert hatte.
Sie legte einen Kaffeefilter auf einen Messbecher.
Wieder eine neue Frage: DNS oder DNA? Und wieder wird sie nicht einfach in Hörsaalmanier gelöst, sondern für ein Mädchen, das das nicht weiß. Keine rhetorische Frage. Gleichzeitig geht die Handlung weiter. Auch die Mama nascht und legt einen Kaffeefilter bereit. Kaffeefilter für DNA? Haben Sie das schon mal in einem „Tatort‟ erlebt? Ich nicht.
„Und wofür ist das Spüli?‟, fragte ihre Tochter zum wiederholten Mal. Der Einsatz des Alltagsmittels bei einem wissenschaftlichen Experiment schien sie zu faszinieren, was May ihr nicht verdenken konnte.
„Das Spülmittel hilft, die Hüllen der Zellen zu öffnen, also die winzigen Bausteine im Körper des Menschen. Das Salz haben wir dazugetan, um die Proteine, also die Eiweiße, von den Zellen zu trennen‟, kam May der nächsten Frage ihrer Tochter zuvor.
Jetzt wissen wir es. Spüli entfernt Proteine aus den Zellen. Wir haben jetzt Zellen ohne Zellwände und ohne Proteine.
Jessy spreizte ihre Hände, die von der Anstrengung rot waren. Sichtlich konzentriert dachte sie nach. „Könnten wir auch einen Finger zerquetschen und die DNA da rausholen?‟
Die Tür knarrte. Eine entsetzte, tiefe Stimme drang zu ihnen: „Finger zerquetschen? Seid ihr sicher, dass das das richtige Thema für einen Sonntagmorgen ist? Was macht ihr da eigentlich?Was macht ihr da eigentlich?‟ Adrian schlappte in Shirt und Boxershorts herein und versuchte, sich gähnend zu recken, während Oscar auf seinem Arm herumzappelte.
Jessy kommt auf die naheliegende Idee, dass man dann ja auch Finger zerquetschen könnte, um die DNA herauszuholen. Das wird nicht beantwortet, weil der Vater hereinkommt. Jetzt haben wir die ganze Familie beieinander. Und wissen schon einiges über sie. Ohne langatmige Erklärungen, ohne Erläuterungen. Und wir ahnen, worum es in dem Thriller gehen wird. Um DNA. Und zwar etwas genauer, als wir sie bisher kennen.
Weiter geht es mit der Familie und kleinen Konflikten:
Adrian stutzte. „Sag nicht, dass das die Erdbeeren sind, aus denen wir einen Kuchen für meine Eltern backen wollten.‟ [...]
Erst am Ende des Kapitels wird das Rätsel dann gelöst.
In diesem Augenblick vibrierte Mays Diensthandy. Sie reichte Oscar ihrem Mann, ignorierte dessen hochgezogene Augenbrauen und wandte sich an ihre Tochter. „Finger zermatschen funktioniert nicht‟, sagte sie, während sie zum Küchenschrank ging, wo sie ihr Smartphone abgelegt hatte. „Menschliche Zellen haben nur zwei Kopien der DNA, Erdbeeren haben acht – deshalb ist es leichter, sie mit bloßem Auge zu sehen. Du kannst die Erdbeerpampe schon mal durch den Filter gießen und den Rest mit einem Löffel kleindrücken.‟ Ein Blick aufs Display. „Es ist Werking. Da muss ich rangehen‟, sagte sie entschuldigend zu ihrem Mann.
Aha, Erdbeeren haben mehr DNA, deshalb kann man die leichter sehen. Rätsel gelöst.
Aber schon klingelt das Telefon, Werking ruft an, und wir vermuten, dass jetzt ein neuer Konflikt sich meldet und der richtige Thriller losgeht. Und sicher mit einem Fall, in dem DNA eine Rolle spielt. Wer das wissen will, muss sich das Buch kaufen:
Weiß, Sabine. Die Chemie des Verbrechens - Die Fährte: Kriminalroman. DNA-Forensikerin und Strafverteidigerin May Barven ermittelt in einem Cold Case (DNA-Forensikerin May Barven ermittelt 1), Lübbe, Kindle-Version.
Resümee
In Science-Thrillern ist Wissenschaft ein zusätzliches Spannungselement, ohne die die Geschichte nicht funktioniert.
Science sollte aber nicht als Sachthema abgehandelt werden, sondern mit der Handlung verwoben werden.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Hans Peter Roentgen ist Autor der Bücher „Vier Seiten für ein Halleluja“ über Romananfänge, „Drei Seiten für ein Exposé“, „Schreiben ist nichts für Feiglinge“ und „Klappentext, Pitch und weiteres Getier“. Außerdem hält er Schreibkurse und lektoriert.
BUCHBESPRECHUNG (
„Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u. v. m." von Jurenka Jurk
besprochen von Gabi Neumayer
Wie schreibt man einen Bestseller? Das Rezept dafür kennt niemand – weder Verlage noch Autor*innen. Aber es gibt Arbeitstechniken, Herangehensweisen und Einstellungen, die einen Erfolg wahrscheinlicher machen als andere.
Zu diesem Thema gibt es schon etliche Ratgeber. Doch dieser hier ist erfreulich anders. Denn er ist aus langen, ausführlichen Interviews mit Bestseller-Autor*innen entstanden. Tatsächlich besteht dieses Buch vor allem aus Auszügen dieser Interviews, versehen mit Tipps und weiterführenden Hinweisen. All das übrigens hervorragend und übersichtlich strukturiert und gestaltet.
Wir Leser*innen können damit eintauchen in die Arbeits- und Gedankenwelt von erfolgreichen Autor*innen wie Andreas Eschbach, Iny Lorentz und Hera Lind. Wir erfahren, wie viel Arbeit das Schreiben tatsächlich macht – und wie unterschiedlich die Wege sind, die zum erfolgreichen Buch führen können. Das EINE Rezept gibt es nicht, vielmehr hat sich jede*r der Bestseller-Autor*innen im Laufe der Zeit eine ganz eigene Mischung aus Schritten und Arbeitsweisen angeeignet, die für ihn oder sie am besten sind.
Das ist übrigens eine der wichtigsten Erkenntnisse, die vor allem angehende Autor*innen hier gewinnen können: Auch wenn manche Arbeitsschritte in nahezu jedem Ratgeber beschworen werden, sind sie nicht für jede*n hilfreich! Während Elizabeth George beispielsweise auf das Anlegen detaillierter Charakter-Datenbanken schwört, müssen Andreas Eschbachs Figuren erst mal ihre Rolle im Plot erfüllen können. Hätte ich Andreas' Hinweis doch nur schon als Anfängerin gekannt! Ich hätte mir viel Arbeit ersparen können – denn die überall beschworenen Datenblätter brachten und bringen mir zu Beginn überhaupt nichts; sie entstehen nach und nach nebenbei.
So viele Autor*innen hier vorgestellt werden, so viele Möglichkeiten lernen wir auch kennen, um zum Beispiel einen Plot und Figuren zu entwickeln, zu recherchieren, zu überarbeiten, das Schreiben zu organisieren oder mit Schwierigkeiten im Schreibprozess und beim Veröffentlichen umzugehen. Die Schlussfolgerung für mich: Man kann (und sollte) ganz verschiedene Ansätze, Techniken, Übungen ausprobieren. Auf diese Weise stellt man sich nach und nach sein eigenes Paket an Arbeitsweisen zusammen, die einem wirklich liegen - und die damit auch die beste Aussicht auf Erfolg bieten.
Nicht nur die Legende von der Existenz eines einzigen erfolgversprechenden Rezepts, auch viele andere Legenden übers Bestseller-Schreiben erledigen sich beim Lesen quasi nebenbei. Zum Beispiel die des „Über-Nacht-Erfolgs‟: Nicht nur Elizabeth George hatte schon einige Bücher in der Schublade liegen, bis sie ihren ersten Romanerfolg hatte ... Oder die Legende vom mühelosen Schreiben des genialen Ausnahmetalents, das man eben ist oder auch nicht. Oder ...
Ein vielfältiges Buch voller Ideen, das nicht nur Einblicke in das Denken und Schreiben erfolgreicher Autor*innen bietet, sondern auch in die Tiefe geht und so das Finden des eigenen Schreibwegs erleichtert. Dazu gibt es am Ende jedes Interviews eine Zusammenfassung zu den Erkenntnissen, die man daraus mitnehmen kann, und einige Tipps und Anregungen von der Romanschule zu einem Schwerpunkt des Interviews.
Sehr empfehlenswert! Noch ein Sternchen mehr würde ich geben, wenn nicht nur Männer – „Autoren‟ - angesprochen würden und es etwas weniger Werbung für die Romanschule gäbe.
Jurenka Jurk: „Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u. v. m. Die Geheimnisse der Bestseller-Autoren – Insider-Tipps, Strategien & Impulse für deinen Roman‟, BoD 2025, 284 Seiten, 17 Euro
UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN
Bitte schickt den Expert*innen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - keine Manuskripte zur Beurteilung. Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber gelöscht wird.
Fragen (anonymisiert) und Antworten werden in der Regel hier im Tempest veröffentlicht, damit auch andere Autor*innen davon lernen können. Wer das aber nicht möchte, schreibt das bitte ausdrücklich dazu.
| Drehbuch | Oliver Pautsch | |
| Fantasy | Stefanie Bense | |
| Heftroman | Arndt Ellmer | |
| Historischer Roman | Titus Müller | |
| Kinder- und Jugendbuch | Sylvia Englert | |
| Kriminalistik | Kajo Lang | |
| Lyrik | Martina Weber | |
| Marketing | Maike Frie | |
| Sachbuch | Gabi Neumayer | |
| Schreibaus- und -fortbildung | Uli Rothfuss | |
| Schreibhandwerk | Ute Hacker | |
| Science-Fiction | Andreas Eschbach |
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, den ihr separat abonnieren müsst.
Einsendeformalien
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rücksprache - erwünscht. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.
Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:
Herausgeber*innen
Gabi Neumayer (
Ramona Roth-Berghofer (
Stefan Schulz (
Thomas Roth-Berghofer (
Susanne Schloßmacher (
„The Tempest“ ist ein kostenloser Newsletter für Autor*innen. Abonnent*innen sind herzlich aufgefordert, den Newsletter weiterzugeben oder nachzudrucken, solange alle Urheberrechte beachtet werden (Näheres s. http://www.autorenforum.de/ueber-uns) und der VOLLSTÄNDIGE Newsletter weitergegeben wird. Ansonsten bitten wir darum, mit der Redaktion Kontakt aufzunehmen.
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Zugesandte Artikel können von der Redaktion bearbeitet und gekürzt werden.
Für unverlangt eingesandte Beiträge wird keine Haftung übernommen. Das Recht zur Veröffentlichung wird prinzipiell vorausgesetzt. Alle bei autorenforum.de veröffentlichten Beiträge, Grafiken und Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit vorheriger Einwilligung von autorenforum.de bzw. der Einwilligung des verantwortlichen Autors/der verantwortlichen Autorin nachgedruckt oder anderweitig weiterverwendet werden.
Auf die Gestaltung der Links haben wir keinen Einfluss. Die Inhalte der verlinkten Seiten machen wir uns nicht zu Eigen.
autorenforum.de bietet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren mit dem monatlichen Newsletter "The Tempest" und den umfangreichen Datenbanken Informationen rund ums Schreiben und Veröffentlichen. Außerdem stehen den Abonnenten zahlreiche Expert*innen mit Spezialwissen für Fragen zur Verfügung.